Calendar

  • Mi
    19
    Jun
    2019
    18:30Autonomes Zentrum Aachen

    Der Staat als Feminist?! - Kritik des staatlichen Feminismus

    Kita Ausbau, „familienfreundliche“ Unternehmen, Gleichstellungsbeauftragte, Eltern- und Betreuungsgeld sind in aller Munde und werden sowohl in Parlamenten als auch am Küchentisch diskutiert. Es entsteht der Eindruck, dass der Staat der neue Verbündete im Kampf um eine Gleichstellung der Geschlechter geworden ist. Trotz aller „Bemühungen“ staatlicherseits ist weder eine formelle noch eine reale Gleichstellung in Sicht. Das ist kein Zufall. Bei genauerer Betrachtung wird deutlich, dass mit den umgesetzten Strukturen und Gesetzen ganz andere Ziele als die Befreiung der Frau angestrebt werden.
    Im Vortrag wollen wir herleiten, welche Vermittlungszusammenhänge zwischen Kapitalismus, staatlicher Steuerung und der Konstituierung eines Geschlechterverhältnisses auf Kosten der Frau bestehen. Hierfür leiten wir historisch aus den unterschiedlichen feministischen Strömungen her, welche Teilaspekte sich vom Staat einverleibt wurden und in welchem Zusammenhang sie zur kapitalistischen Verwertungslogik stehen. Dabei wollen wir nicht nur bei einer Kritik verharren, sondern auf ihrer Grundlage herausarbeiten, wie ein Feminismus konzipiert sein sollte, der auf die Befreiung der Frau abzielt und diese in eine gesamtgesellschaftliche Befreiung einbettet.

    Bei der Schwarz-roten Kneipe bekommt ihr auch Tickets für das Sommer, Sonne, Antifa! Festival, welches wir mit organsieren. Sprecht uns einfach an. Mehr Infos gibt es hier: antifa.camp

    Es wird im Rahmen der Schwarz-Roten Kneipe eine leckere, vegane Küfa, günstige Drinks und Kicker für lau geben. Kommt vorbei! Wir freuen uns auf euch!

  • Fr
    21
    Jun
    2019
    19:00Alte Feuerwache, KÖLN

    Pünktlich zum siebzigsten Jahrestag der Verabschiedung des Grundgesetzes der Bundesrepublik Deutschland sorgen Mietervereinigungen in Berlin bundesweit für Schlagzeilen mit ihrem Ziel das börsennotierte Immobilienunternehmen „Deutsche Wohnen“ enteignen zu wollen. Ein „Fossil“ der bundesrepublikanischen Verfassung, der Artikel 15 des Grundgesetzes, das heißt eine Überführung von Unternehmen und Gütern aus privater in die öffentliche Hand, soll mittels Volksbegehren, in Anschlag gegen die Wohnungsspekulanten in Berlin gebracht werden.

    Dass solche „Sozialisierungs“-Gedanken auf entschiedenen Widerspruch von einigen Lobbyisten, Parteien und Kapitalvertretern stossen, ja von ihnen nahestehenden Rechtswissenschaftlern eine Revision der Verfassung in Richtung einer Festschreibung der „sozialen Marktwirtschaft erwogen wird, zeigt, dass die verfassungspolitische Interpretation ein gesellschaftliches Konflikt- und Kampffeld darstellt.

    Auch die linken Sichtweisen auf das Grundgesetz unterscheiden sich über die strategischen Möglichkeiten, tiefgreifende soziale und ökologische Veränderungen durchzusetzen. Die Fragen, ob durch eine Anwendung und Erweiterung der demokratischen und sozialen Rechte des Grundgesetzes ein grundlegender Wandel in Richtung zum Sozialismus möglich, oder aber der Staat schon seiner Form nach auf die Reproduktion der kapitalistischen Gesellschaftsordnung verpflichtet ist, spielten in den vergangenen siebzig Jahren linker Staatskritik eine wichtige Rolle.

    Auch in der aktuellen Auseinandersetzung um die Möglichkeiten einer neuen „Sozialisierungspolitik“ gilt es, die theoretischen wie praktischen Ansätze linker Staatskritik in Erinnerung zu rufen und darüber zu diskutieren, welche Analysen und strategischen Möglichkeiten die heutigen Linken haben, dem Sozialismus einen Schritt näher zu kommen. Dabei sollen einführende Referate eine kritische Debatte über die Perspektiven der gesellschaftlichen Linken unterfüttern:

    Felix Klopotek, Journalist bei Stadtrevue und Konkret,
    Dr. Paul Oehlke, Sozialwissenschaftler, Sozialistisches Forum Rheinland, Rosa Luxenburg Stiftung NRW
    Moderation: Marco Kammholz

  • Mi
    26
    Jun
    2019
    18:00Raum 214 der VHS Aachen

    Wir möchten euch herzlich zu #Feminismus unserer feministischen Vortragsreihe in Aachen einladen.

    26.06.2019 Teresa Streiß – „My Feminism will be Anti-Racist or it will be Bullshit!“ – Überlegungen zum Verhältnis zwischen Feminismus und Antirassismus

    „Jeder Feminismus muss antirassistisch sein!“, dieser Forderung würde auf den ersten Blick heute wohl niemand von uns ernsthaft widersprechen. Doch was soll das eigentlich genau bedeuten, gerade in einer Zeit, in der die AfD angeblich feministische „Frauenmärsche“ gegen Migration veranstaltet, ex-linke Politblätter das Ende des Patriarchats im Westen als Tatsache und Argument gegen den Islam propagieren und in Teilen der Linken Kritik an weiblicher Genitalverstümmlung als rassistische Überhöhung abgelehnt wird? Die Beziehung zwischen den Kämpfen für die Emanzipation von Frauen einerseits und People of Color andererseits war historisch oft eher von Streit als von gemeinsamen Zielen geprägt und auch heute noch sorgt die Frage nach der richtigen politischen Praxis für heftige Diskussionen. Der Vortrag führt aus materialistischer Perspektive in das Verhältnis zwischen Feminismus und Antirassismus ein. Dabei soll es um historische Entwicklungen, insbesondere die Entstehung der Schwarzen Frauenbewegung, genauso gehen wie um Theoriebildung und aktuelle politische Debatten. Zentrale Konzepte wie „Intersektionalität“, „kultureller Rassismus“ und „Postkolonialismus“ werden eingeführt und auf ihre Auswirkungen auf politische Praxis hin befragt. Über allem steht eine der großen Fragen feministischen Denkens: die nach Gemeinsamkeiten und Differenzen zwischen Frauen und danach, wie ein Kampf für die Emanzipation ALLER Menschen aussehen kann. Über diese und andere Fragen können wir im Anschluss gerne diskutieren.

    26.06. // 18:00 Uhr // Raum 214 der VHS Aachen // Peterstraße 21-25, 52062 Aachen // barrierefrei

  • Do
    08
    Aug
    2019
    So
    11
    Aug
    2019
    Rheinland

    Rechtspopulisten ziehen in die europäischen Parlamente ein.
    Es wird propagiert, dass der Kohleausstieg kommen soll – jedoch nicht wann.
    Die zivile Seenotrettung wird weiter kriminalisiert, um Menschen an ihrer Flucht in ein besseres Leben zu hindern und ihren Tod billigend in Kauf zu nehmen.

    Im Jahr 2019 sind dies genug und leider noch lange nicht alle Gründe, warum es wichtig ist, sich zu engagieren und auf die Straße zu gehen. Doch wir dürfen uns nicht unterkriegen lassen.

    Ob solidarisch bei den Fridays-for-Future-Demos, beim Blockieren von Naziaufmärschen oder der Verhinderung einer weiteren Abschiebung in ein Kriegsgebiet; Uns eint, dass unsere bunte und vielfältige Bewegung sich als antifaschistisch und antikapitalistisch versteht.

    Um gerade in dieser schnelllebigen Zeit eine Möglichkeit zu bieten, sich abseits vom stressigen Alltag kennenzulernen, auszutauschen und voneinander zu lernen, veranstalten wir dieses Jahr das Kultur- & Politik-Festival „Sommer, Sonne, Antifa!”.

    Über vier Tage (Donnerstag bis Sonntag) bieten wir euch Kultur, Workshops, Vernetzung, Vorträge, und natürlich viel Zeit um zu diskutieren und einander kennenzulernen.

    Wir – das sind Menschen aus verschiedenen antifaschistischen Zusammenhängen – haben uns zum Ziel gesetzt, politisch interessierten Menschen einen Raum zu geben, um Wissen auszutauschen und sich zu vernetzen.

    Wir richten uns dabei an alle, egal ob ihr noch keine Erfahrung im politischen Aktivismus habt, euch bereits mit Freunden auf politischen Aktionen bewegt oder sogar seit Jahren aktiv seid.
    Die Vermittlung von Grundkenntnissen als praktischer und theoretischer Einstieg in Themen wird ebenso Teil des Programms sein wie Angebote zur inhaltlichen Vertiefung und Diskussion. Gemeinsame Aktionstrainings und Kulturangebote runden das Programm ab.

    Wenn ihr Karten für das Festival wollt kommt zur Schwarz roten Kneipe oder zur Anarchist kitchen im AZ, meldet euch online an oder schreibt uns eine Mail.

    Weitere Informationen findet ihr unter: antifa.camp

    Wir freuen uns auf vier spannende Tage mit euch!