Calendar

  • Mi
    20
    Jan
    2021
    19:00online: Zoom (zoom.us/j/5701228202)

    Mittwoch - 20.1. - 19 Uhr - Zoom (zoom.us/j/5701228202)

    Im Rahmen der SRK im Januar, möchten wir uns in einem Vortrag via Zoom kritisch mit der bürgerlichen Familie beschäftigen. Dazu werden wir uns mit der historischen Herkunft der modernen Familie und deren Einbindung in Patriarchat und Kapitalismus und im Verlauf des Vortrags auch mit der Relevanz von Familie für den Faschismus beschäftigen. Auch werden wir untersuchen, wie die - gemeinhin als Neoliberalismus bezeichnete – derzeitige Entgrenzung des Kapitalismus seit Ende des letzten Jahrhunderts, sich auf die Familie auswirkt.

    Der Vortrag findet am 20.01 um 19:00 auf Zoom statt. Die Zugangsdaten werden vorher veröffentlicht!

  • Do
    28
    Jan
    2021
    18:00Aachen Elisenbrunnen

    Seit fast 3 Monaten leben wir nun mit den Einschränkungen. Während das Privatleben immer stärker reguliert wurde, wird das Kapital und die Arbeitswelt geschont. Große Unternehmen werden gerettet, kleine hängen gelassen. Man darf nur noch mit einer anderen Person spazieren gehen, aber im Bus zur Arbeit steht man nach wie vor dicht gedrängt. Darüber hinaus stehen immer wieder Unternehmen in der Kritik weil sie nicht genügend Maßnahmen zum Infektionsschutz gewähren. Die meisten Betriebe fallen aber auch schon im kapitalistischen Alltag negativ auf. Denn auch dann sind Menschen nur austauschbare Arbeitskräfte und Konsument*innen.

    Während im März 2020 noch vermeintlich alle im selben Boot gesessen haben sollen, ist inzwischen von dieser falschen Vorstellung nichts mehr geblieben. Damals wurde sogar in den etablierten Parteien von kurzzeitiger Verstaatlichung gesprochen. Doch jetzt, Anfang 2021 ist alles wie gewohnt: Gestorben, konsumiert und gearbeitet wird alleine. Zwar fehlen die kulturellen Angebote, die noch manchmal Orte der Rebellion und des Ausbruchs aus dem Alltag waren, aber letztlich immer zum reibungslosen Gesamtbetrieb dazu gehört hatten. Zur 40h Woche, zum Konsumieren und Schlafen, also zum Alltag, passt das Am-Wochenende-steil-Gehen und der 2 Wochen Pauschalurlaub perfekt.

    Der neue Lockdown ist anders. Er gleicht mehr einer Vorstellung aus "1984". Die Maßnahmen sollen möglichst wenig in den "wichtigsten" Teil der Gesellschaft eingreifen: "Die Wirtschaft". Zwar wurden Geschäfte geschlossen, aber treffen tut dies in erster Linie kleine Läden. Hier werden wie immer Milliarden Euro Wirtschaftshilfen gezahlt, während Menschen weltweit ihre Jobs verlieren und sich keine Miete und erst recht keine FFP2-Masken leisten können. Die Infektionszahlen sind nach wie vor hoch und das Impfen läuft stockend.

    Es wird Zeit für einen Strategiewechsel. Mit der ZeroCovid-Kampagne (https://zero-covid.org/) steht ein Vorschlag im Raum, die Pandemie mit einem zeitlich übersichtlichen, solidarischen Shutdown endgültig zu besiegen, statt monatelang Welle um Welle aus Lockerungen und Verschärfungen mitzumachen. Dieses Anliegen wollen wir mit dieser Kundgebung unterstützen. Unterschreibt die Petition und diskutiert den Aufruf mit Kolleg*innen im Betrieb und euren Freund*innen. Organisiert euch und schließt euch mit uns zusammen, damit diese Krise nicht weiter auf dem Rücken der Schwächsten verhandelt wird.

    Für eine andere Gesellschaft und einen solidarischen Shutdown.

    Bringt eine Maske mit und haltet Abstand!
    Ort: Elisenbrunnen Aachen
    Datum: 28. Januar
    Zeit: 18:00 Uhr

    Informationen zur Kampagne findet Ihr hier:

    #ZeroCovid

  • Mi
    17
    Feb
    2021
    19:00zoom (https://zoom.us/j/5701228202)

    Mittwoch | 17.2. | 19 Uhr | Online-Vortrag: zoom

    Bei unserer Schwarz-Roten Kneipe im Februar haben wir das Bündnis für ein Ende der Gewalt mit ihrem Mobivortrag für den 8. März bei uns zu Gast:
    Seit nunmehr 110 Jahren wird der internationale Frauen*kampftag begangen, seit 100 Jahren am 8. März. Was einst als explizit sozialistisch-kommunistisch gerahmter Tag zur Agitation für das Frauenwahlrecht, als Voraussetzung für die Emanzipation der Arbeiter*innen begann, bewegt sich heute in einem Spannungsverhältnis. Einem Spannungsverhältnis zwischen den bürgerlich-liberalen, teils staatlich getragenen Strömungen auf der einen und feministischen Strömungen auf der anderen Seite, die die Emanzipation der Frauen im speziellen und der Menschen im allgemeinen noch nicht ins utopische verbannt haben und darauf beharren, dass eine Überwindung des Patriarchats ohne eine Überwindung des Kapitalverhältnis nicht zu haben ist. Obwohl in den letzten 110 Jahren im Kampf gegen die patriarchale Zumutung von Frauen* zahlreiche unterschiedliche Errungenschaften erkämpft wurden, wurde noch nicht eine universelle Befreiung der Frau erreicht und die Überwindung des Patriachats immer noch in weiter Ferne. Der Vortrag möchte den Ursprung des Frauen*kampftages beleuchten und herleiten, wieso feministische Proteste heute immer noch aktuell sind.

    Der Vortrag wird über zoom stattfinden: https://zoom.us/j/5701228202
  • Fr
    19
    Feb
    2021
    18:00Aachen Elisenbrunnen

    via Die Linke Aachen:

    "Am 19. Februar 2020 wurden in Hanau neun Menschen durch rechten Terror erschossen.

    Vor einem Jahr wurden Ferhat Unvar, Mercedes Kierpacz, Sedat Gürbüz, Gökhan Gültekin, Hamza Kurtović, Kaloyan Velkov, Vili Viorel Păun, Said Nesar Hashemi, Fatih Saraçoğlu ermordet.
    Sie mussten sterben, weil sie nicht in das rassistische Weltbild des Täters passten. Sie alle hinterließen Familie und Freund:innen.

    Wie schon bei anderen rechten Terroranschlägen, wurde auch hier versucht den Mörder als verwirrten Einzeltäter darzustellen. Dabei reiht sich diese Tat in eine Reihe rechten Terrors: die Ermordung Walter Lübckes, der Anschlag von Halle und der NSU. Diese Menschen wurden von Faschisten ermordet, aber die Saat für dieses rassistische Denken legten andere. Hinter diesen rechten Anschlägen stecken geistige Brandstifter wie die AfD, die versucht Rassismus wieder salonfähig zu machen.

    Nach einem medialen Aufschrei vor einem Jahr gerät das Thema wieder in Vergessenheit. Initiativen wie der 19. Februar machen Gedenkarbeit und versuchen an die Tat zu erinnern.
    Wir schließen uns dieser Forderung an und fordern Gerechtigkeit und Aufklärung. Wir möchten am 19. Februar den neun ermordeten Menschen aus Hanau gedenken und ein deutliches Zeichen gegen Rassismus und jede Form von Diskriminierung setzen.

    Von Aachen bis Hanau. Kein Vergeben, kein Vergessen!"

  • Do
    25
    Feb
    2021
    18:30online (https://zoom.us/j/5701228202)

    Vortrag des Aachener Bündnis für ein Ende der Gewalt:

    In den USA und einigen europäischen Ländern beobachten wir seit einiger Zeit konservativ forcierte Bestrebungen, emanzipatorische Rechte zu beschränken. Besonders ernstzunehmende Auswirkungen hat dieser „Backlash“ auf den Bereich des Schwangerschaftsabbruchsrechts.
    In den USA könnte mit der Ernennung von Amy Coney Barrett – einer bekennenden Abtreibungsgegnerin – als Richterin für den Supreme Court nun der feministische Albtraum wahr werden, vor dem Beobachter*innen schon seit längerem warnen: Die Grundsatzentscheidung Roe v Wade, in der das Recht auf Abtreibung zu einer fundamentalen Freiheit erklärt wurde, könnte verworfen werden.

    Doch auch in Europa gibt es bedenkliche Entwicklungen. Ende Oktober hat der Oberste Gerichtshof in Polen entschieden, dass Schwangerschaftsabbrüche aufgrund fötaler Fehlbildung verfassungswidrig seien. Damit müssen Schwangerschaften in Polen nun auch dann ausgetragen werden, wenn feststeht, dass das Kind nicht lebensfähig sein wird, wenn es auf die Welt kommt. Besorgniserregend erscheint zudem das 2013 gegründete ultrakonservative Lobby-Netzwerks „Agenda Europe“. Laut deren Manifest hat sich „der sexuelle Akt von seinem primären Zweck“ getrennt – der Fortpflanzung. Ziel dieses Netzwerkes ist es, in den Bereichen Ehe und Familie, sowie dem Zugang zu Schwangerschaftsabbrüchen, in allen Ländern der Europäischen Union emanzipatorische Gesetze zu blockieren. Einige Erfolge konnten sie hierbei bereits erzielen.

    Die Referentin, Katharina Göpfarth, wird diese Entwicklungen aus historischer und rechtsvergleichender Perspektive beleuchten.

    Die Veranstaltung findet im Rahmen des Programms Rund um den Frauenkampftag am 8. März statt. Der Vortrag findet per Zoom statt: https://zoom.us/j/5701228202

  • Mo
    08
    Mrz
    2021
    18:00Aachen Elisenbrunnen

    110 Jahre Frauen*kampftag

    Das „Aachener Bündnis für ein Ende der Gewalt“ organisiert am 8. März um 18 Uhr eine Kundgebung am Elisenbrunnen in Aachen.

    Der internationale Frauen*kampftag blickt auf eine 110-jährige Geschichte zurück. 1911 war der wichtigste Bezugspunkt das Frauen*wahlrecht, welches insbesondere von der sozialistisch-kommunistischen Arbeiter*innenbewegung erkämpft wurde. Damals war dieses Wahlrecht ein riesiger Schritt zu mehr Gleichberechtigung. Bis heute gehen Frauen* am 8. März auf die Straße, weil es notwendig geblieben ist.

    In den 110 Jahren wurde vieles für uns heute Selbstverständliches durchgesetzt: Das Frauen*wahlrecht wurde eingeführt, eine juristische Gleichstellung der Geschlechter wurde - weitgehend - erkämpft, Frauen* dürfen sich scheiden lassen und müssen ihren Mann nicht mehr um Erlaubnis bitten, arbeiten zu gehen. Vergewaltigung in der Ehe wurde unter Strafe gesetzt - was bis 1997 gedauert hat.

    Trotzdem sind Frauen* heute noch nicht gleichgestellt.

    Frauen* sind nach wie vor nicht nur von der Lohnarbeit abhängig, sondern auch zusätzlich dem Mann untergeordnet. Sie erfahren auf verschiedenen Ebenen unterschiedliche Formen der Gewalt. Jeden dritten Tag wird in Deutschland eine Frau* durch einen Angehörigen oder den (Ex-)Partner getötet - jeden Tag wird es versucht! Das alles ist kein Zufall. Die strukturellen Gewaltverhältnisse unserer Gesellschaft
    übertragen Sorge- und Hausarbeit und die damit verbundenen Eigenschaften und Emotionen an Frauen*.

    Die aktuelle Pandemie zeigt einmal mehr, dass wir von einer wirklichen Gleichstellung und Emanzipation weit entfernt sind. Die Zahl der Femizide ist weltweit angestiegen, gleichzeitig müssen Frauen*häuser wegen mangelnder Zuschüsse schließen. Durch die vermehrte Isolation im eigenen Zuhause ist partnerschaftliche Gewalt enorm verstärkt. Es sind zu einem Großteil Frauen*, die das vollkommen marode Gesundheitssystem irgendwie am Laufen halten müssen und an vorderster Linie die Versorgung der Alten und Kranken versuchen, so gut es geht sicherzustellen. Deswegen wollen wir uns dem
    Wunsch nach der Rückkehr zur Normalität, wie sie vor der Pandemie gewesen ist, nicht anschließen. Denn in dieser Normalität werden Frauen* unterdrückt, ausgebeutet, geprügelt, missachtet, vergewaltigt und gedemütigt. Ihnen wird das Recht an ihrem eigenen Körper abgesprochen, wie die Diskussionen rund um die Abtreibungsgesetze beispielsweise zeigen.

    Wir wollen Teil einer Gesellschaft sein, die frei von Gewalt lebt. Wir sind überzeugt, dass so eine Gesellschaft möglich ist, denn überall auf der Welt schließen sich Feminist*innen zusammen und kämpfen für eine befreite Gesellschaft.

  • Mi
    17
    Mrz
    2021
    19:00online (https://zoom.us/j/5701228202)

    Mittwoch | 17.3. | 19 Uhr | online (https://zoom.us/j/5701228202)

    Wir laden euch herzlich zur nächsten Schwarz-Roten Kneipe ein!

    Die Veranstaltung wird über Zoom stattfinden.

    Diesmal werden unsere Freund:innen von „Recht auf Stadt Aachen“ einen Mobi-Vortrag für den „Housing Action Day (HAD)“ halten. Unter dem Motto „Wohnen für Menschen statt für Profite“ werden am „Housing Action Day“, dem 27. März, in ganz Europa Aktionen organisiert. Der Anlass ist, dass in der ganzen Welt die Mieten in den Städten stark steigen. Überall wird eine gute Wohnung zu Luxus für diejenigen, die es sich noch leisten können. Alle anderen sind gezwungen, entweder das meiste ihres Lohns für Miete auszugeben oder an den Rand der Stadt zu ziehen. Die Gewinner:innen sind Eigentümer:innen und Immobilien-Unternehmen, die so hohe Gewinne einfahren wie noch nie. Rücksicht auf menschliche Bedürfnisse? Die Umwelt? Das Klima? Fehlanzeige! Immer mehr Menschen sagen weltweit: So kann es nicht weiter gehen! Deswegen soll am HAD gemeinsam ein starkes Zeichen dafür gesetzt werden, dafür, dass Wohnraum nicht länger als Ware, sondern als Grundbedürfnis behandelt werden muss.

    „Recht auf Stadt Aachen“ wird bei ihrem Vortrag mehr über die Hintergründe des HAD erzählen, was am 27.03. geplant ist und warum wir den HAD auch in Aachen brauchen. Der Hauptgrund ist, dass in einigen Jahren so gut wie kein bezahlbarer Wohnraum in Aachen vorhanden sein wird. Wer ist dafür verantwortlich? Welche Rolle spielt die Stadt? Und vor allem: Was können wir Mieter:innen dagegen machen? Diese Fragen sollen beantwortet werden und anschließend diskutiert werden können.

    Wir freuen uns auf rege Teilnahme und angeregte Diskussionen!

  • Sa
    27
    Mrz
    2021
    16:00Aachen Kennedypark

    via Recht auf Stadt Aachen

    Unter dem Motto „Wohnen für Menschen statt für Profite“ findet am 27.03. der internationale Aktionstag für das Recht auf Wohnen statt. Am „Housing Action Day“ werden in mindestens 58 Städten europaweit Menschen auf die Straße gehen, um für bezahlbaren, sicheren Wohnraum für alle zu demonstrieren. Schließlich hat die Coronakrise uns alle hart getroffen. Obwohl viele von uns mit finanziellen Schwierigkeiten zu kämpfen haben, lässt die Politik Mieter:innen ungeschützt. Kein Kündigungsschutz, kein Mieterlass, kein Stopp von Zwangsräumungen. Dabei hatten schon vor Corona viele Mieter:innen Probleme, mit den steigenden Mieten klar zu kommen. Aachen hat bundesweit die viert-höchste Mietbelastung für Mieter:innen. Fast die Hälfte aller Mieter:innen geht arbeiten, nur um dann mehr als ein Drittel des Lohns für Miete auszugeben. Das liegt daran, dass in den letzten 10 Jahren der Anteil an Wohnungen mit einer Miete von 7€ pro Quadratmeter von 70 % auf 12 % zusammengeschrumpft ist. Unternehmen, Investor:innen und viele Vermieter:innen versuchen rücksichtslos so viel aus den Mieter:innen rauszuholen, wie es geht. Jede Möglichkeit wird genutzt, um Mieten zu steigern. Das ist Ausbeutung!

    Familien, Rentner:innen oder Geringverdiener:innen finden deswegen kaum noch eine Wohnung in Aachen. Gleichzeitig sorgt die Stadt nicht dafür, dass genügend Sozial-Wohnungen vorhanden sind. Eigentlich hätte die Hälfte aller Haushalte in Aachen Anrecht auf eine Sozialwohnung. Es existieren aber nur noch knapp 10.000 Sozialwohnungen, von denen mehr als die Hälfte in den kommenden Jahren den normal hohen Mietpreisen angepasst wird. Das wird unter den jetzigen Mieter:innen eine riesige Verdrängungswelle auslösen! All diese Probleme werden von der Politik totgeschwiegen. Wir sagen: Lassen wir das nicht zu! Es reicht! Wir alle brauchen eine Wohnung, in der wir uns wohlfühlen! Besonders in Zeiten von Corona! Wohnraum darf keine Frage des Geldes sein. Wohnraum ist ein Grundbedürfnis und keine Ware!

    Weil es nicht nur den Menschen in Aachen so geht, sondern Mieter:innen in allen Städten mit den steigenden Mieten zu kämpfen haben, gehen wir gleichzeitig auf die Straße. Gemeinsam fordern wir:

    1) Wohnungen für alle!

    Wohnungslose und Geflüchtete in Wohnungen oder Hotels unterbringen!
    Leerstand beenden! Besetzungen legalisieren!
    Mehr Plätze in Frauenhäusern!
    Zwangsräumungen, Versorgungssperren und Kündigungen verhindern!

    2) Mietschulden erlassen!

    Wohnraum, Kleingewerbe, Kulturszene und soziale Zentren sichern!
    Keine Subventionen für hohe Mieten und Finanzinvestor*innen!

    3) Mieten senken – Gewinne umverteilen!
    Höchstmieten festsetzen!

    Krisengewinne abschöpfen – Sonderabgabe zur Bewältigung der Corona-Krise!

    4) Bodenspekulation beenden – Wohnungskonzerne vergesellschaften!

    Wohnraum und Boden dürfen keine Ware sein!

    Infos zum internationalen Aktionstag gibt es hier:
    https://www.housing-action-day.net/

    Wir möchten euch herzlich einladen, euch uns anzuschließen. Nur gemeinsam schaffen wir es, ein starkes Zeichen zu setzen! Zeigen wir, das wir Mieter:innen uns nicht alles gefallen lassen und für unser Recht auf bezahlbaren, sicheren Wohnraum kämpfen! Lassen wir es unseren Vermieter:innen und der Politik nicht mehr durchgehen, dass wir mit übertrieben hohen Mieten ausgebeutet werden!

    Erzählt eurer Familie und Freund:innen davon und kommt zur Kundgebung!

    Bitte denkt an Mund-Nasen-Schutz und daran Abstand zu halten. Wir nehmen Corona ernst und werden ein Hygiene-Konzept bei der Veranstaltung haben.

  • Sa
    24
    Apr
    2021
    13:30Eurogress, Aachen

    Am 24.4 möchte der Aachener Ableger der Querdenken-Bewegung eine Großdemonstration veranstalten. Als Redner wurde Michael Ballweg angekündigt, einer der Köpfe der Bewegung, der schon häufiger durch seine Nähe zur extremen Rechten auffiel. Es darf also erwartet werden, dass sich am 24.4 deutlich mehr Querdenker*innen nach Aachen verirren als an vorigen Terminen. Dies möchten und können wir nicht unwidersprochen passieren lassen.

    Genauso wie Pegida 2015 handelt es sich bei den Querdenker*innen nicht um eine Horde besorgter Bürger*innen, sondern um eine gefährliche Mischung aus Rechtsextremist*innen, Verschwörungstheoretiker*innen, Antisemit*innen, Kleinbürger*innen, Hippies und vermeintlich Alternativen, die sich dem irrationalen Mob ohne Widerspruch anschließen. Spätestens nach den eskalierten Demonstrationen in u.a. Stuttgart, Kassel und Leipzig sollte das klar sein.

    Dies war in Aachen bisher nicht anders.  Organisator*innen von den Querdenken-Demos werfen immer wieder mit antisemitischen Klischees um sich. Für viele der Querdenker*innen steckt hinter der gesamten Corona-Pandemie eine Verschwörung, angezettelt von einer vermeintlichen "jüdischen Finanzelite". Masken, Abstandsgebote und Impfungen werden deswegen verweigert. Sogar Gegendemonstrant*innen wurden angegriffen. Wasser auf die Mühlen der Rechten!

    Dies wollen wir verhindern und eine solidarische linke Perspektive entgegenhalten! Die bisherigen Maßnahmen der deutschen Regierung sind purer Klassenkampf von oben. Während sich an den katastrophalen Lebens- und Arbeitsbedingungen, z.B. in der Pflege nichts ändert, wurden große Unternehmen mit Milliarden gefördert. Dagegen werden nicht die antiwissenschaftlichen Thesen von Querdenken helfen, sondern nur breiter Protest von links!

    Deshalb: Sagt es weiter & kommt zur angemeldeten Gegenkundgebung am Eurogress. Los geht`s um 13.30 Uhr. Wir bleiben bis zum Ende der Querdenken-Demonstration.

    Seid mobil und lasst uns Querdenken diesen Tag vermiesen! Solidarität statt Hetze!

    Selbstverständlich halten wir uns an Abstandsregelungen und Maskenpflicht.

    Folgt QuerdenkenWatchAC für Recherche & Hintergründe zu Querdenken241.

  • Di
    27
    Apr
    2021
    20:30Kennedypark, Eingang Elsassplatz

    via AK Antifa Aachen

    Der Ort wurde gerändert. Die Kundgebung findet nun am Kennedypark, Eingang Elsassplatz statt!

    Kundgebung | 27.4. | 20.30 | Kennedypark/ Elsassplatz

     

    Vor wenigen Tagen wurde offiziell den über 80.000 Toten der Pandemie in Deutschland gedacht. Währenddessen befindet sich die dritte Welle in vollem Gange. Als „Reaktion“ wird im Rahmen der verabschiedeten „Bundesnotbremse“ von der Regierung bundesweit eine Ausgangssperre für Regionen mit 100er-Inzidenz geplant. Von 22:00 bis 5:00 sind Aufenthalte im Freien nur mit wenigen Ausnahmen möglich, bei Verstoß drohen hohe Strafen. Diese gilt ab Samstag, dem 24.4. auch in Aachen.

    Dies können und wollen wir nicht hinnehmen! Während das soziale Leben seit über einem Jahr massiv eingeschränkt wird, soll der Arbeitsalltag möglichst ungestört weitergehen. Also heißt es für viele, sich morgens weiterhin in den öffentlichen Verkehrsmitteln zum Job zu bewegen, um in Büro und Fabrik den Normalbetrieb aufrechtzuerhalten. Um dies zu ermöglichen, bleiben auch Schulen und Kitas weiter geöffnet. Es gilt: Deutschland muss arbeiten, auch wenn wir sterben müssen!

    Die nun geplante Ausgangssperre ist blanker Hohn, angesichts ihrer drohenden Konsequenzen. Schon seit langem leiden die Menschen unter den psychischen Belastungen sozialer Einschränkungen. Auch die Zahlen häuslicher Gewalt sind in der Pandemie drastisch gestiegen. Dazu kommt das die Maßnahmen von Polizei und Ordnungsamt durchgesetzt werden wird, welche schon vor der Pandemie eine brutale und oftmals rassistische Praxis an den Tag legten. Von vermehrter Schikane und Kontrolle werden nicht die Menschen im Villenviertel betroffen sein, sondern diejenigen, zu deren Alltag genau diese Polizeipraxis ohnehin bereits gehört.

    Nicht vergessen werden darf dabei der Punkt, dass die am stärksten Infektionsgefährdeten nicht die Leute in ihren Eigenheimen sind, sondern die Menschen in Knast, Sammelunterkünften oder Pflegeheimen. Vor allem auf ihrem und dem Rücken des Pflegepersonals wird das Weiterlaufen der Wirtschaft ausgetragen.

    Es wäre zynisch zu behaupten die „Bundesnotbremse“ wäre dazu gedacht Menschenleben zu schützen. Stattdessen wird es auf überfüllte Busse, Bahnen und Supermärkte hinauslaufen.
    Demgegenüber wurde zuletzt wieder von Wissenschaftler*innen betont, dass das Infektionsrisiko im Freien, vor allem in Bewegung und mit Maske, äußerst gering ist.

    Vielmehr ist diese Ausgangssperre lediglich eine Machtdemonstration des autoritären Staats. Bekanntlich soll viel ja viel helfen, also lässt der Staat seine Muskeln spielen. Dabei zeigt er letztlich nur erneut, dass wir uns nicht auf ihn verlassen können.

    Um unsere Leben zu schützen müssen wir uns zusammentun, und uns gemeinsam organisieren gegen Pandemie und Staat!

    Kommt daher zur Kundgebung am 27.04.2021 um 20.30 Uhr an der Elsassstraße/ Ecke Sedanstraße!

    Sagt euren Freund*innen & Bekannten Bescheid!

    Passt gegenseitig auf euch auf, mit Maske und Abstand!

    Hinweis: Gegebenenfalls fällt euer Heimweg bereits in die Ausgangssperre. Allgemein sind von 22:00 bis 24:00 Uhr „alleinige körperliche Bewegung im Freien“ gestattet. Auch wurde bisher bei lokalen Ausgangssperren stets betont, dass das Versammlungsrecht ein höheres Gut als die Beschränkungen darstellt, von daher sollten auch An- und Abreise vom Versammlungsrecht geschützt sein. Falls die Bullen dennoch Stress machen, meldet euch bei uns!

  • Do
    06
    Mai
    2021
    18:30Aachen Elisenbrunnen

    via AK Versammlungsgesetz stoppen!

    Kundgebung gegen das neue Versammlungsgesetz NRW am 6. Mai um 18:30 Uhr am Elisenbrunnen! Mit Maske und Abstand!

    Am 6.Mai findet die erste Anhörung zum Gesetz im Landtag statt.

    Armin Laschet und NRW Innenminister Herbert Reul planen mit dem neuen Versammlungsgesetz einen massiven Angriff auf die Versammlungsfreiheit! Während die Polizei mehr Befugnisse auf Versammlungen, wie das Anfertigen von Übersichtsaufnahmen, unbegründeten Kontrollen von Personen auf dem Weg zur Versammlung, erhält, werden Versammlungsteilnehmer*innen und Veranstalter*innen mit hohen Strafen bei Verstößen gegen das neue Gesetz eingeschüchtert.

    Das Ziel dieses Gesetzes ist klar: von der "ursprünglich-ungebändigten Demokratie", wie das Verfassungsgericht die Versammlungsfreiheit 1985 noch bezeichnete, soll nach dem neuen Gesetz nicht mehr viel übrig bleiben.

    Es handelt sich um ein Versammlungsverhinderungsgesetz, dass Versammlungen nach Möglichkeit gänzlich ausfallen lässt,  diese aber mindestens in ein enges Korsett schnürt.  Von gewerkschaftlichen über Klimagerechtigkeitsdemos und Naziblockaden bis zum schwarzen Block, das neue Gesetz liefert der Polizei durch weite Auslegungsspielräume für alle Anlässe die passenden Argumente, um die Versammlungsfreiheit einzuschränken.

    Wir müssen diesen Angriff auf unser Grundrecht der Versammlung zusammen abwehren, denn er gilt uns allen. Sprecht mit Freund*innen und Familie über das neue Gesetz und kommt zur Kundgebung am 6. Mai!

    Die Kundgebung bietet keinen Platz für Antisemitismus, Faschismus und Verschwörungserzählungen! Querdenker*innen: Bitte fernbleiben!

  • So
    23
    Mai
    2021
    14:00Aachen Hauptbahnhof

    Aufruf Fahrrad-Demo

    Fahrrad-Demo | 23.05.2021 | 14:00 | Aachen Hauptbahnhof

    Zum Abschluss der landesweiten Aktionswoche am 23. Mai wollen wir in Aachen zusammen unseren Protest gegen das neue Versammlungsgesetz auf die Straße tragen!

    Mit dem neuen Versammlungsgesetz der schwarz-gelben Landesregierung soll ein massiver Angriff auf die Versammlungsfreiheit im Eiltempo beschlossen werden. Sollte dieser Gesetzesentwurf durchkommen, würden die Durchführung und die grundrechtlich zugesicherte anonyme Teilnahme an Versammlungen erheblich eingeschränkt werden.

    Es handelt sich um ein Versammlungsverhinderungsgesetz, dass Versammlungen nach Möglichkeit gänzlich ausfallen lässt, diese aber mindestens in ein enges Korsett schnürt. Von gewerkschaftlichen über Klimagerechtigkeitsdemos und Naziblockaden bis zum schwarzen Block, das neue Gesetz liefert der Polizei durch weite Auslegungsspielräume für alle Anlässe die passenden Argumente, um die Versammlungsfreiheit einzuschränken.

    Wir müssen diesen Angriff auf unser Grundrecht der Versammlung zusammen abwehren, denn er gilt uns allen.

    Deshalb: Kommt zur Fahrrad-Demo gegen das neue Versammlungsgesetz NRW!

    Sonntag, 23. Mai - 14:00 Uhr

    Treffpunkt und Auftaktkundgebung: Hauptbahnhof
    Ende und Abschlusskundgebung: Markt

    Auch ohne Fahrrad seid ihr auf der Auftakt- und Abschlusskundgebung herzlich wilkommen. Es wird eine kleine Demo zu Fuß geben, damit Menschen sicher vom Hauptbahnhof zum Markt kommen!

    Unser Protest bietet keinen Platz für Antisemitismus, Faschismus und Verschwörungserzählungen! Querdenker*innen: Bitte fernbleiben!

     

  • Sa
    29
    Mai
    2021
    15:00Aachen Elisenbrunnen

    via AK Grenzenlose Solidarität

    Am 08. Mai gab es ein Attentat auf eine Mädchen-Schule in Kabul, der Hauptstadt Afghanistans. 58 Schülerinnen wurden dabei getötet. Der Anschlag ist der Letzte in einem endlosen Kreislauf der Gewalt. Dabei werden immer wieder gezielt Frauen, junge Menschen und religiöse oder ethnische Minderheiten wie die Hazara zum Opfer. Dieser Kreislauf dauert nun schon mehr als 40 Jahre. Trotz jahrelangem Einsatz von ausländischem Militär hat sich kaum etwas geändert. Sicherheit und Aussicht auf eine lebenswerte Zukunft gibt es nicht. Korruption, religiöser Extremismus und politische Interessen von Ländern wie Amerika, dem Iran oder Pakistan haben das verhindert. Aber dieses Jahr ändert sich vieles! Die NATO-Truppen ziehen aus Afghanistan ab und im Iran wird bald eine neue Regierung gewählt. Viele Menschen fordern dort das Ende der islamischen Diktatur! Dadurch bekommen auch die Menschen in Afghanistan endlich neuen Spielraum, die Zukunft des Landes selbstbestimmt zu gestalten! Die Chance, ein freieres und gerechteres Afghanistan für alle aufzubauen! Die Chance auf eine demokratische, säkulare statt einer islamischen Republik.

    Diese Chance muss genutzt werden! Um das zu schaffen, müssen alle, denen Afghanistan am Herzen liegt, zusammenarbeiten. In Afghanistan gibt es zwischen der Bedrohung der Taliban und der korrupten Regierung kaum Organisationen, die sich für Verständigung und Solidarität einsetzen. Selbst hier in Deutschland sind religiösen oder ethnischen Unterschiede Grund für Streit und Diskriminierung innerhalb der afghanischen Diaspora. Um zusammenzuarbeiten, müssen wir diese Vorurteile überwinden. Wir wollen damit jetzt und hier anfangen!

    Egal ob du Sunnit, Schiit, Hindu oder Jude bist. Egal ob du Paschtune, Hazara, Tadschike oder Usbeke bist. Wir sind alle Menschen! Vielleicht trennt uns unsere Geschichte, aber wie die Zukunft aussieht, hängt von unseren Entscheidungen ab! Lasst uns nicht länger auf den Hass und die Spalterei der Mullahs und Regierungen hören! Lasst uns zusammenkommen, diskutieren und voneinander lernen. Frauen und Männer gemeinsam mit denselben Rechten! Männer müssen aufhören, Frauen als Menschen 2. Klasse zu behandeln! Wir können nicht von anderen erwarten, gleichberechtigt behandelt zu werden, wenn wir es nicht untereinander schaffen.

    Wenn wir es hier schaffen zusammenzuarbeiten, dann schaffen es andere Menschen auch! Lasst uns gemeinsam ein Vorbild und Inspiration sein, statt einfach zuzugucken! Geben wir allen, die keine Zukunft sehen Hoffnung! Zeigen wir den Menschen in Afghanistan, dass wir sie nicht vergessen haben! Zeigen wir allen, die sich dort für Freiheit, Säkularität und Gerechtigkeit einsetzen, dass wir hinter ihnen stehen! Zeigen wir, dass wir durchhalten, um sie zu unterstützen! Nicht nur mit Geld, sondern mit Solidarität, unserem Wissen und vielen Ideen!

  • Sa
    26
    Jun
    2021
    11:00Aachen Hauptbahnhof

    Wir fahren am Samstag den 26.06. gemeinsam nach Düsseldorf um gegen das neue Versammlungsgesetz in NRW zu demonstrieren. Schließt euch an, wir treffen uns um 11 Uhr am Bahnhofsvorplatz!

    Den Aufruf & weitere Infos gibt's hier: https://www.nrw-versammlungsgesetz-stoppen.de/

  • Do
    15
    Jul
    2021
    So
    18
    Jul
    2021
    tba

    Wie versprochen, gibt es heute die aktuellsten Infos von uns:
    Dieses Jahr werden wir euch leider keine Alternative zum Antifa Festival anbieten können. Unter den aktuell zu erwartenden Bedingungen halten wir keinen adäquaten Ersatz für sinnvoll möglich. Stattdessen konzentrieren wir uns lieber jetzt schon darauf, das Festival in 2021 noch ansprechender zu gestalten – Ihr dürft gespannt sein!

    Daher gibt es jetzt auch schon den Termin für nächstes Jahr. Das Antifa Festival 2021 findet statt:
    vom 15. bis 18. Juli 2021!

    Tragt euch den Termin in eure Kalender ein, beantragt Urlaub und lasst die Vorfreude beginnen!

    Wir freuen uns auf eine spannende Zeit mit euch!

    stay tuned: antifa.camp

  • Sa
    28
    Aug
    2021
    10:00Aachen Hauptbahnhof

    28.8. | 10 Uhr | Aachen Hauptbahnhof

    Jetzt erst Recht! Am Samstag fahren wir gemeinsam nach Düsseldorf zur Demo gegen das geplante Versammlungsgesetz. Dafür treffen wir uns um 10:00 Uhr am Hbf. Kommt mit!

    Hier findet ihr den Aufruf und weitere Informationen zur Demonstration vom Bündnis "Versammlungsgesetz NRW stoppen": https://www.nrw-versammlungsgesetz-stoppen.de/grossdemonstration-in-duesseldorf-28-08/

  • Di
    28
    Sep
    2021
    18:30Elisenbrunnen
    Laut WHO finden 45% aller weltweit durchgeführten Schwangerschaftsabbrüche unter unsicheren Bedingungen statt. Deswegen sterben jährlich mitunter 47.000 Frauen an den Folgen dieser. Auch heißt es dort, dass alle 11 Minuten weltweit eine Frau an den Komplikationen eines unprofessionellen Schwangerschaftsabbruchs stirbt.
    Auch heute sind in Deutschland Schwangerschaftsabbrüche immer noch nicht legal. Der §218 regelt lediglich, dass Schwangerschaftsabbrüche unter bestimmen Voraussetzungen straffrei sind. Das bedeutet, dass auch in Deutschland 15% der Schwangerschaftsabbrüche unter unsicheren Bedingungen stattfinden. In ihrer Verzweiflung greifen ungewollt Schwangere zu riskanten Selbstabtreibungen. Zum Beispiel führen sie den Schwangerschaftsabbruch mit Kleiderbügeln selbst durch und riskieren ihre Gesundheit und ihr Leben.
    Aufgrund der rechtlichen Lage von Schwangerschaftsabbrüchen wird die Durchführung dieser innerhalb der gynäkologischen Ausbildung in Deutschland nicht standardmäßig gelehrt. Zudem erfahren Gynäkolog*innen, die Schwangerschaftsabbrüche durchführen und darüber informieren, Druck durch den §219a. Dieser stellt das Informieren über Schwangerschaftsabbrüche unter Strafe. Immer wieder werden Ärzt*innen, wie beispielsweise Kristina Hänel, von Abtreibungsgegner*innen angezeigt und mit Hilfe des §219a verurteilt. Diese gesellschaftliche und rechtliche Lage führt dazu, dass immer weniger Ärzt*innen Schwangerschaftsabbrüche nach modernen medizinischen Standards anbieten und ein Teil der medizinischen Grundversorgung zur moralischen Gewissensfrage verkommt. Eine flächendeckende medizinische Versorgung von ungewollt Schwangeren ist darum nicht mehr gewährleistet.
    Wegen der Covid19 Pandemie hat sich die Lage sogar verschärft und immer wieder berichten ungewollt Schwangere, dass ihnen Abbrüche vorenthalten werden. Dies ist für uns nicht hinnehmbar! Denn das Beenden von ungewollten Schwangerschaften fand in allen Gesellschaften zu allen Zeiten statt. Ein Verbot dessen führt nicht zu weniger Abtreibungen, sondern zum Tod von ungewollt Schwangeren.
    Der Zugang zu einem sicheren Schwangerschaftsabbruch schützt die Gesundheit und die Menschenrechte von Frauen und Mädchen sowie aller ungewollt schwangeren Personen. Darum fordern wir:
     
    • Die ersatzlose Streichung der §§218 und 219a
    • Die bedingungslose Selbstbestimmung aller Mädchen, Frauen und aller anderen gebährfähigen Personen
    • Die Anerkennung von Schwangerschaftsabbrüchen als medizinische Grundversorgung
    • Eine flächendeckende Versorgung aller ungewollt Schwangeren
    • Die Enttabuisierung von Schwangerschaftsabbrüchen
    • Eine konsequente medizinische und gesellschaftliche Aufklärung
     
    Hiermit wollen wir dazu aufrufen anlässlich des Tags für sichere Abtreibung am 28.09.2021 um 18:30 Uhr zur Kundgebung am Elisenbrunnen zu kommen.
     
  • Mi
    20
    Okt
    2021
    19:00Autonomes Zentrum Aachen

    Wir laden euch herzlich zur nächsten Schwarz-Roten Kneipe zum Thema „Kritik des Kapitals statt
    Konsumkritik“ ein!
    Wir wollen eine Kritik der politischen Ökonomie einer (neuen?) grünen
    Ökonomie entgegenstellen. Also Gesellschaftskritik statt Konsumkritik.

    mehr Infos zu Hygienekonzept und Coronaregelungen hier: az-aachen.de. Die Schwarz-Rote Kneipe ist dabei eine Veranstaltung der Kategorie 2, dass heißt ihr müsst geimpft oder genesen sein oder einen max. 48h Stunden alten PCR-Test vorzeigen.

  • Sa
    30
    Okt
    2021
    17:00Autonomes Zentrum Aachen

    Vortrag Gewalt gegen Frauen – Zusammenhänge und Folgen organisiert vom Bündnis für ein Ende der Gewalt im Rahmen der kritischen Einführungswochen 2021

    Wie kommt Gewalt gegen Frauen in unserer Gesellschaft zustande? Welche Folgen ergeben sich für die betroffenen Frauen und wie geht die Gesellschaft mit Gewalt gegen Frauen um?

     

    Bitte beachtet die aktuellen Corona-Regelungen des Veranstaltungsortes:

    https://az-aachen.de/2021/09/29/es-geht-wieder-los-infos-zu-oeffnung-und-hygienekonzept/

    Gruppenbeschreibung:

    Das Aachener Bündnis für ein Ende der Gewalt hat sich Anfang 2019 zur Vorbereitung des Frauen*kampftags gegründet. Seitdem treffen wir uns regelmäßig um weitere feministische Aktionen zu planen, wie den Tag gegen Gewalt an Frauen* am 25. November.

    Bei Fragen schreibt uns gerne an die Social Media Accounts oder E-Mail Adresse der kritischen Einführungswochen oder des Aachener Bündnis für ein Ende der Gewalt.

  • Sa
    13
    Nov
    2021
    07:00Aachen Hauptbahnhof

    Gemeinsame Anreise aus Aachen: Treffpunkt 13.11. um 7 Uhr am Hauptbahnhof Aachen.

    via Bündnis "NS-Verherrlichung stoppen!"

    Kurzaufruf: https://remagen.blackblogs.org/kurzaufruf-2021/

    Wir sind alle Antifa!

    Auch in diesem Jahr wollen Faschist*innen in Remagen ihr revisionistisches Heldengedenken abhalten.

    An diesem wie an anderen Tagen wollen wir es den Nazis so unmöglich machen, auch nur einen Fuß nach Remagen zu setzen. Mit dem konstruierten Opfermythos um das alliierte Rheinwiesenlager und eine angebliche systematische Aushungerung deutscher Soldaten heißt für uns neben dem Versuch, die Demonstration der Faschist*innen zu durchkreuzen, auch eigene Akzente und Themen auf die Straßen Remagens zu tragen. Wir sind überzeugt, dass antifaschistischer Kampf in Zeiten der rechten Diskursverschiebung, faschistischer Gewalttaten und Morde neben der Konfrontation mit dem politischen Gegner eigene Inhalte hervorbringen und an die Öffentlichkeit tragen muss.

    In diesem Jahr lautet daher die Parole: Wir sind alle Antifa!

    Antifa heißt Kampf um die Geschichte:

    Antifaschismus in der postnazistischen Gesellschaft heißt immer, aus einem historischen Standpunkt heraus zu argumentieren.

    Im Land der industriellen Vernichtung von Millionen Jüd*innen, Sinti & Roma, queeren Menschen, Gewerkschaftler*innen und Sozialist*innen ist die ständige Erinnerung an diese Zeit die Grundlage jedes Antifaschismus. Dazu zählt die Entlarvung deutscher Täter*innen, die aktive Sabotage an dem Bild eines besseren, neuen Deutschlands. Denn mit der BRD besteht bis heute der unmittelbare Nachfolgestaat des nationalsozialistischen Apparates weiter fort. Die personellen Überschneidungen von NS-Täter*innen in deutschen Staats- und Wirtschaftssitzen in den höchsten Rängen bis in die 80er Jahre hinein beweist diesen fehlenden Bruch mit den Schrecken des Faschismus. Vielmehr lautete die Parole: Irgendwann muss auch mal Schluss sein! Doch einen Schlussstrich ziehen heißt, Geschehenes ruhen zu lassen und ungesühnt in eine staubige Schublade der Geschichte zu verstauen, um es möglichst nie wieder hervorholen zu müssen. Dabei gehen die Verdrängung antifaschistischer Erinnerungspolitik und die Ausschlachtung des größten Menschheitsverbrechens in Deutschland Hand in Hand. Denn neben der unbequemen Art der Auseinandersetzung mit der eigens fabrizierten Barbarei steht die Profilierung Deutschlands über seine Erinnerungspolitik, vor allem an die Shoah. Schließlich hat sich Deutschland „Ein Denkmal der Schande in das Herz seiner Hauptstadt gepflanzt“. Mehr historische Schuldaufladung würde schließlich die Abschaffung einer Nation, namentlich der Deutschen, bedeuten. Aus dieser historischen Schuldposition leitet dieses neue Deutschland nun seine moralische Überlegenheit ab und fühlt sich in verschiedensten geopolitischen Krisen und historischen Verbrechen anderer Nationen zu höherem berufen. Denn wer den Zivilisationsbruch schlecht hin überwunden habe und nur 70 Jahre später wieder an der Spitze der globalen Ausbeuter*innen stünde, der hätte moralisch quasi das Recht zu allem.

    Bei allem Zynismus wird deutlich, wie wichtig radikale und konsequente Erinnerungsarbeit von links ist. Staatliche Ansätze brechen zugunsten einer ehrlichen historischen Aufklärung niemals mit dem Status quo. Die Besetzung dieses Diskurses ist unsere Pflicht! Neben der Verdrehung deutscher Schuld, wie auch jedes Jahr in Remagen zu beobachten, ist die vollständige Abwehr dieser Tatsache im Zuge des Rechtsruckes in den letzten Jahren eine neue Gefahr, der wir uns stellen müssen. Die neue Rechte um Think-Tanks wie Götz Kubitschek hat mit der AfD und vielen anderen Organisationen das Sagbare in Fragen deutscher Geschichte massiv nach rechts außen verschoben. Dabei schlagen davor eher gemäßigte konservative Fähnchen im Wind wieder voll in die Kerbe, die sich mit dem Zitat von AfD-Bundestagsfraktionsvorsitzenden Gauland auf den Punkt bringen lassen: „Hitler und die Nazis sind nur ein Vogelschiss in über 1000 Jahren erfolgreicher deutscher Geschichte.“. Als wäre die Nation, die aus 3 blutigen Einigungskriegen mit ihren europäischen Nachbarn von oben herab geschmiedet wurde und den ersten Völkermord des 20. Jahrhunderts zu verantworten hat, nicht auch ohne den Blick auf die 12 Jahre eine einzig zu beseitigende Kultur der Barbarei. Was die neue Rechte salonfähig gemacht hat, praktizieren die Gesinnungsgenoss*innen der offen faschistisch auftretenden Nazis, die seit 2009 ihr Unwesen in Remagen treiben, schon länger. Die Verdrehung deutscher Schuld zwischen 1933 bis 1945 gehört seit Kriegsende zu der Opferposition, aus der die (neo)nazistische Bewegung seither versucht, politisch Fuß zu fassen. Gesellschaftlich anschließen konnten sie damit längst, auch wenn sich viele nie zu einem offenen Bekenntnis zu Leuten dieser Manier haben hinreißen lassen. Doch nach innen stärkt die jährliche Kaderveranstaltung um den sogenannten „Volkstrauertag“ die eigenen Reihen. Denn die kollektive Einigung auf eine eigene Wahrheit, entgegen eines allgemein zumindest teilweise gültigen Konsens Deutscher Schuld am 2.Weltkrieg, schafft Abgrenzung nach außen und bildet die grundlegende moralische Legitimation des eigenen Handelns. So gering der gesellschaftliche Einfluss eines neofaschistischen Aufmarsches wie in Remagen auch sein mag, so wichtig bleibt der Widerstand dagegen. Nicht zuletzt, weil unsere historische Verantwortung auch die Mahnung „Wehret den Anfängen“ impliziert.

    Antifa heißt Diversität des Widerstandes:

    Um rechten, faschistischen und totalitären Tendenzen jeder Art nachhaltig begegnen zu können, glauben wir an das Prinzip der Diversität in unserem Widerstand. Neben der Erinnerungsarbeit müssen wir als Antifaschist*innen alle vorhandenen Ressourcen ausschöpfen, um Menschenfeinden das Handwerk zu legen. Primär muss unser Anspruch bestehen, Gesellschaft, die rechte Tendenzen hervorbringt, zu beeinflussen und sie grundlegend zu verändern. Mit Aufklärungsarbeit, Erinnerungspolitik, Gesprächen im Betrieb, in der Schule, in der Uni, auf dem Sportplatz und auch in der Kneipe schaffen wir in unserem Umfeld eine Hegemonie, die in gesamtgesellschaftlichem Maßstab einen Teilaspekt bildet, wenn es darum geht, faschistischen Tendenzen den Boden unter den Füßen wegzuziehen. Um diese Arbeit besser leisten zu können, glauben wir auch, das organisierte Arbeit in politischen Strukturen essenziell ist. Die organisierte Zusammenarbeit mit anderen Menschen verschafft uns größere Handlungsspielräume und erweitert die Reichweite unseres Einflusses enorm.

    Die Entfaltung sozialer Kämpfe spielt in der Abwehr aufkeimender neofaschistischer Tendenzen, zum Beispiel in Form rechter Krisenlösungen, gerade während der Coronapandemie, eine zentrale Rolle. Denn nicht zuletzt die Rechte versucht, gesellschaftliche Krisenstimmungen für sich zu nutzen. Die historische Analyse zeigt, dass gesellschaftliche Krisen faschistischen Bewegungen als Sprungbrett dienen. Die Inszenierung als Retter*innen und die klare Fixierung eines Feindbildes in gesellschaftlichen Gruppen nach rassistischen und/oder antisemitischen Maßstäben schafft in Zeiten existenzieller Ängste vermeintlich klare Blicke und fixiert eine Ursache der eigenen Misere, gerade wenn die realen Verhältnisse zu undurchsichtig scheinen. Die Aufgabe der antifaschistischen Bewegung muss es sein, diese „Krisenlösungen“ zu entlarven und reale Verhältnisse aufzudecken, um auf dieser Basis dagegen agieren zu können. Denn es besser zu wissen nützt nichts, wenn klar ist, das krisenbedingende Zustände, namentlich die kapitalistische Produktionsweise und ihre Gesellschaftsordnung, weiter für materielle Miseren sorgen. Die radikale Gesellschafts- und Faschismusanalyse wirft schnell den Kapitalismus als Nährboden des Übels auf. Wer sich jeden Tag von gesellschaftlicher Partizipation und Wohlstand abgehängt fühlt, ist anfällig für identitätsstiftende Gruppenbildung. Die Entfremdungslogik, die jede*r von uns täglich erfährt, ist eine der Vorraussetzungen, die im Zusammenspiel mit regressiven Ideologien und Konstrukten wie Volk, Nation, Rasse und nicht zuletzt dem Patriarchat die Grundlage der Entfaltung von totalitärer Herrschaft bedingen.

    Der Widerstand gegen Faschist*innen heißt daher die Entfaltung sozialer Kämpfe entgegen der Herrschaft des Kapitals!

    Corona zeigt uns, dass der Kapitalismus tagtäglich Krise für Millionen von Menschen bedeutet, die sich während einer Pandemie weiter verschärft und so auch für Jede*n sichtbar wird. Wir solidarisieren uns daher mit jeglichen Streiks von Pflegekräften, Menschen in der Logistik und allen anderen Lohnabhängigen in (gesellschaftlich relevanten Arbeitsverhältnissen). Egal in welchem Bereich: Der Konflikt mit der herrschenden Klasse ist gerechtfertigt.

    Doch während der Existenz konkret organisierter rechter und faschistischer Bedrohungslagen heißt Antifaschismus auch, direkten Widerstand zu leisten: Rechte Aufmärsche, Versammlungen und Meinungskundgaben sind mit entsprechenden Mitteln zu verhindern. Nazis dürfen im öffentlichen Raum keine Rolle spielen und müssen bei Erscheinen mit Gegenwind rechnen. Unser Ziel muss dabei immer die Delegitimation des politischen Gegners sein. Rechte und neonazistische Verbindungen und Organisationen, egal ob in Parteien, staatlichen oder außerstaatlichen Strukturen sind aufzudecken und zu zerschlagen. Akteur*innen dieser Art dürfen nicht zur Ruhe kommen. Zu den zahlreichen Wegen, Nazis ihren politischen Handlungsspielraum zu nehmen, gehört auch Militanz. Antifaschistische Strukturen, die Nazis physisch begegnen sind ebenso Teil unseres gemeinsamen politischen Kampfes wie Recherchegruppen oder offene antifaschistische Treffen.

    Antifa heißt Solidarität gegen ihre Repression!

    Der Versuch der Spaltung und Kriminalisierung linker und insbesondere antifaschistischer Politik durch Repression wird in jüngster Zeit am Beispiel Lina E. deutlich. Unserer Genossin Lina wird konsequenter und direkter Widerstand gegen organisierte Neofaschisten vorgeworfen. Der Staatsanwaltschaft reicht dabei eine dünne Beweislage im Zuge einer Hausdurchsuchung (Hammer, Perücke, Bargeld und die Messengerapp Signal) für die Inhaftierung in Untersuchungshaft. Zuvor wurde Lina, wie zuletzt nur die Rechtsterroristin Beate Zschäpe (sie muss sich für mindestens 9 Tote im Zuge der NSU-Morde verantworten; die Dunkelziffer der Getöteten dürfte weit höher sein), mit dem Hubschrauber zum Haftrichter nach Karlsruhe geflogen. Im April 2021 wird sie dann in der JVA Chemnitz, dem Gefängnis, in dem Beate Zschäpe ihre Haftsrafe verbüßt, inhaftiert.

    Der Prozess zeigt, dass der Staat gegenüber antifaschistischem Widerstand gegen Menschenfeinde von rechts mit aller Härte vorgeht. Eine Härte, die bezüglich einer rechten Bedrohungslage durch bewaffnete terroristische Netzwerke und Zellen innerhalb wie außerhalb staatlicher Strukturen, ausbleibt. Gemeinsam mit Lina sitzen im Augenblick Genoss*innen wie Ella, Dy, Findus und so viele andere in deutschen Gefängnissen. Für uns ist klar: Wir lassen uns nicht spalten; Solidarität ist der Hammer gegen ihre Repression!

    Die autoritäre Formierung des Staates, die sich in ganz natürlicher Abwehr einer emanzipatorischen Bewegung, die eine solche Zuspitzung der Herrschaftsverhältnisse ablehnt und diese anprangert, entgegenstellt, wird auch am Beispiel des neuen Versammlungsgesetzes, was in NRW bald rechtskräftig werden soll, deutlich. Dabei lässt die nordrhein-westfälische Landesregierung mit ihrem Gesetzesentwurf die Notstandsgesetze von 1968/69 alt aussehen.

    Eine Auswahl:

    verschärfte Videoüberwachung von Versammlungen
    strafbewährtes Vermummungsverbot
    Verbot des Mitführens von Gegenständen, die der „Id

    entitätsverschleierung“ dienen könnten
    Militanzverbot: Versammlungen, die unter freiem Himmel einschüchternd wirken oder militant auftreten, können verboten werden. Darunter fällt auch das Verbot der einheitlichen Bekleidung
    Demonstrationen können nicht mehr mündlich oder telefonisch angekündigt werden, sondern nur noch schriftlich – außerdem auch nicht mehr am Wochenende
    Die Anzahl der Ordner*innen sowie ihre Namen sollen der Polizei im Voraus mitgeteilt werden
    Störungsverbot: Darunter fällt nicht nur die Störung durch Musik oder Rufen, sondern genauso die „gezielte Anmeldung einer Gegenveranstaltung für dieselbe Zeit und denselben Ort“, sowie die „Förderung“ einer solchen Störung

    Quelle: https://www.deutschlandfunk.de/proteste-in-nordrhein-westfalen-warum-das-geplante.2897.de.html?dram:article_id=499521#gesetzentwurf

    Die geplanten Maßnahmen können einen nur zutiefst schockiert und beunruhiget zurücklassen. Denn mit der Vorlage dieses geplanten Gesetzes gibt sich die herrschende Klasse nicht den Hauch einer Mühe, offen linke Bewegungen JEDER Art kriminalisieren und schlussendlich beenden zu wollen. Die Repression, die auf Menschen, die die Einnahme des öffentlichen Raumes durch Faschist*innen über den Weg der legitimierten bürgerlichen Ordnung mit einer Anmeldung zur Blockade eines Ortes gehen wollen, können dabei bald ebenso von Repression getroffen werden wie Menschen, die von Polizei und Nazis im Anschluss einer Versammlung nicht verfolgt werden wollen und ihr Recht der anonymen Meinungskundgabe wahrnehmen. Das Gesetz trifft linke und antifaschistische Bewegungen gezielt und stärkt damit faktisch rechte Tendenzen und konkrete Organisationen in dieser Gesellschaft. Ein konsequenter und radikaler Antifaschismus kann daher nur in Antagonie zu den bestehenden Herrschaftsverhältnissen und konkret ausgedrückt zu dem bürgerlichen Staat und seinem Gewaltmonopol stehen.

    Ein Fazit:

    Was ist unser Fazit aus dieser Bestandsaufnahme der gegenwärtigen Handlungsrealität, in der wir uns bewegen?

    Die Devise muss heißen: Dran bleiben!

    Wenn Nazis am * Datum einsetzen * wieder durch die Straßen von Remagen ziehen wollen, gilt es alles daran zu setzen, das zu verhindern! Wer an diesem Tag beim „Trauermarsch“ mitläuft, gehört zu der ärgsten Ausprägung des Faschismus, die uns aktuell begegnet. Sich dieser Gefahr in den Weg zu stellen, steht in der Priorisierung unserer Arbeit ganz oben. Doch um handlungsfähig zu bleiben und eine grundsätzliche Veränderung gesellschaftlicher und ökonomischer Verhältnisse hervorzurufen, müssen wir an mehreren Stellschrauben drehen, schlussendlich die ganze Maschine aus den Angeln heben. Soziale Revolte beginnt in der Bildung und Verständigung mit unseren Mitmenschen. Linke Stadtteilzentren, gewerkschaftliche Organisation auf der Arbeit und der Mut zum Konflikt mit Obrigkeiten gehören genauso zu antifaschistischer Arbeit wie die Enttarnung und Konfrontation des politischen Gegners. Das wir uns dabei nicht auf den Staat verlassen können, er sogar Teil des Problems ist, muss dabei immer in unserem Handeln mitgedacht werden. Solidarität ist dabei unsere wichtigste Waffe: Am 18.09. trugen circa 5000 Antifaschist*innen in einem breiten Bündnis ihre Entschlossenheit, den Mut und ebenso ihre Wut über die Kriminalisierung legitimer Politik, dem Antifaschismus, auf die Straßen von Leipzig. Die kraftvolle Demonstration ist einer von vielen Ausgangspunkten unseres Widerspruches mit den bestehenden Verhältnissen.

    Antifaschismus heißt über die genannten Aspekte hinaus auch die Überwindung regressiver Ideologien und Konstrukte, die Menschen unterdrücken, tagtäglich gewaltsam einengen und sie schlussendlich fertig machen. Volk, Nation, Rasse, Patriarchat, Kapital und Staat sind unterdrückende Herrschaftsverhältnisse, die in ihren Wirkungsmechanismen miteinander verknüpft sind und sich wechselseitig stützen. Antifaschistische Kämpfe im Jahr 2021 sind vielfältig und solidarisch gegenüber Angriffen, egal an welcher Stelle der Bewegung.

    Lasst uns deshalb am 13. November 2021 ​​​​​​​eine starke Demonstration auf die Straßen Remagens tragen: Wir sind ​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​alle Antifa!

  • Mi
    17
    Nov
    2021
    18:30Autonomes Zentrum Aachen

    Zur Situation rumänischer Arbeitsmigrant:innen in Deutschland

    !!! Wichtiges Update: Die Coronaschutzmaßnahmen des AZ Aachen haben sich geändert: Nur Menschen, die genesen oder geimpft sind und zugleich (!) einen tagesaktuellen negativen Bürger*innen-Test vorweisen können, können unsere Veranstaltungen besuchen (2G+ Konzept). !!!

    17.11.2021 | 18:30h | Autonomes Zentrum

    Arbeitsmigration nach Deutschland hat im Zuge der EU-Arbeitnehmerfreizügigkeit neue Formen und Ziele angenommen. Wurden früher noch staatlich Anwerbeabkommen abgeschlossen, welche Arbeiter:innen für die deutsche Schwerindustrie gewinnen sollten – so bewirkte die Öffnung des deutschen Arbeitsmarktes für die osteuropäischen EU-Länder seit 2011, dass Arbeitsmigrant:innen vor allem in den Bereichen Handwerk, Pflege, und Lebensmittelindustrie sowie im Dienstleistungsbereich tätig sind. Ein Teil dieser Migrant:innen stammt oft aus Rumänien.[read more…]