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In den vergangenen 10 Jahren nahmen Anschläge, die von (jungen) Männern ausgeführt wurden immer mehr zu. Oft handelten sie allein und wurden als Einzeltäter wahrgenommen. Diese Leseweise verstellt den Blick auf die gesellschaftliche Dimension der Taten. Attentäter wie Andreas Behring Breivik, Elliott Rodger, Alek Minassian oder Stephan Balliet begingen ihre Taten zwar allein, jedoch besuchten sie im Vorfeld Foren und Netzwerke, wie die der Incel-Community, tauschten sich in ihnen aus und veröffentlichten ihre Manifeste in diesen. Ihre Taten werden in diesen Foren weiterhin besprochen und ihre Mitglieder beziehen sich auf die Attentäter. Gemeinsam ist allen Tätern und ihren Bewunderern das männliche Geschlecht und ihre Misogynie. Der Vortrag verfolgt die These, dass die Anschläge mit Männlichkeit als gesellschaftlich konstruiertes Identitätskonzept verwoben sind und sich bei den oben beispielhaft genannten Männern Männlichkeit radikalisiert hat.
Maria Jordan ist Sozialwissenschaftlerin und arbeitet als Sozialarbeiterin. Ihr Schwerpunkt liegt auf der Arbeit mit gewaltbetroffenen Frauen. Sie beschäftigt sich in Theorie und Praxis mit dem Zusammenhang von Gewalt gegen Frauen und kapitalistischer Vergesellschaftung sowie feministischer und Kritischer Theorie.
Wir freuen uns auf den spannenden Vortrag und darauf, unsere erste Schwarz-Rote Kneipe im Volin in der Oligsbendengasse 10 (Nähe Kaiserplatz) zu veranstalte.
Kommt vorbei und diskutiert mit uns, wie immer bei veganem Essen und kühlen Getränken.
Bis dahin!
18.03.2026 // 18:30h // Volin Aachen // Oligsbendengasse 10 52070 Aachen (Nähe Kaiserplatz)