Schwarz-Rote-Kneipe: Vortrag über die Machno-Bewegung

Heute ist es soweit, wir starten unsere Schwarz Rote Kneipe wieder – diesmal online: https://katho.webex.com/join/AKPolitik
Schnappt euch ein leckeres Getränk und genießt den Vortrag!
Für diesen Vortrag verwenden wir Cisco Webex Meetings mit freundlicher Unterstützung des AK Politik der KatHO Aachen. Wenn Ihr auf den obigen Link klickt, werdet Ihr aufgefordert einen Namen und eine E-Mail Addresse anzugeben.
Hier könnt Ihr beliebige Dinge eintragen (die E-Mail Adresse wird nicht
verifiziert). Solltet Ihr bereits anderweitig Webex unter Eurem Klarnamen nutzen, könnt Ihr in eurem Browser ein Fenster im Inkognito/Privaten Modus öffnen, dann solltet auch Ihr einen individuellen Namen für diese Veranstaltung festlegen können.

Zwischen 1917 und 1922 vollzog sich in der Ukraine eine Revolution, die heutzutage weitestgehend in Vergessenheit geraten ist. Während zeitgleich die Bolschewiki nach der Revolution in Russland einen sozialistischen Staat aufbauten, setzte man in Teilen der Ukraine auf einen libertären Sozialismus, der u.a. nach den anarcho-kommunistischen Ideen Peter Kropotkins umgesetzt wurde. Continue reading

Verschwörungsideologische Veranstaltung im Eurogress

UPDATE: Aufgrund von Corona, wurde die Veranstaltung mittlerweile auf den 15. November 2021 verlegt.

Dieser Artikel erschien in der zweiten Ausgabe der Zeitung ‚Tacheles‘.

Am 9. November soll im Eurogress eine Veranstaltung mit Daniele Ganser stattfinden.

Ganser ist Teil der verschwörungsideologischen Gegenöffentlichkeit. Auf KenFM, Rubikon, den Nachdenkseiten, RT Deutsch, Sputnik und Compact, welche verschwörungsideologische bzw. rechtsextreme Plattformen sind, verbreitet Ganser seine Theorien.

Er schürt bei seiner Arbeit gezielt Verschwörungstheorien. Methodisch arbeitet er hierbei viel mit manipulativen Suggestivfragen. Er „reisst Zitate und Bildquellen aus dem Zusammenhang und verschweigt alles, was nicht in sein Argument passt“[1] Continue reading

Der Alltägliche Wahnsinn – Eine weitere linke Position zu Corona 

Dieser Artikel erschien in der zweiten Ausgabe der Zeitung ‚Tacheles‘.

Der Alltägliche Wahnsinn

Eine weitere linke Position zu Corona 

Wir als Diskursiv Aachen hatten im April einen Beitrag zum Umgang mit der Coronakrise veröffentlicht. Dort wurden schon wichtige Punkte zur Entstehung von Viren und zum generellen Umgang der Staaten mit Covid-19 analysiert.[i] Hier wollen wir nochmal kurz reflektieren, ob einzelne Einschätzungen richtig waren bzw. wollen auch neue Entwicklungen in die Analyse einbauen. Continue reading

#EVACUATENOW

via Seebrücke Aachen

Kundgebung  | #EVACUATENOW | 9.9. | 19 Uhr | Elisenbrunnen

Seit letzter Nacht brennt das Lager Moria! Dreizehntausend Menschen leben auf Lesbos gerade auf der Straße, weil das Camp fast vollständig zerstört ist. Die Lage in den Camps auf den griechischen Inseln ist seit Jahren katastrophal – jetzt kommt es zu einer extremen Notsituation für alle Menschen, nachdem letzte Woche bereits die ersten Corona Fälle bestätigt wurden.
Der Brand in Moria zeigt das Versagen der europäischen und deutschen Politik. Über 170 Städte und Kommunen sind aufnahmebereit!

Evakuiert die Lager, denn Wir haben Platz!

Quelle: Foto: dpa/Panagiotis Balaskas

Vortrag: Einführung in den materialistischen Feminismus

Einführung in den materialistischen Feminismus

Donnerstag | 10. September| 20:00 Uhr | Radio Nordpol

In den letzten Jahrzehnten findet immer mehr eine popkuturelle Ausrichtung feministischer Theorie und Praxis statt. Man könnte fast meinen es würde reichen ein T-Shirt mit dem Slogan Feminist zu tragen oder die richtige Schreibweise zu finden, um dem Patriarchat den Gar aus zu machen. Zeitgleich kann man beobachten, dass die Anzahl an Femiziden weltweit steigt, sich zunehmend Staaten explizit antifeministisch formieren und auch hierzulande ein diskursiver Backlash stattfindet und bereits gefochtene Kämpfe wieder in Frage gestellt werden. Beyonces Slogan „Who run the World? Girls“ wirkt auf uns wie ein schlechter Witz. Eine Antwort darauf, warum sich trotz aller feministischer Kämpfe patriarchale Verhältnisse weiter durchsetzen, kann das bei weitem nicht bieten. Continue reading

Redebeitrag 19.08.2020:  Rechter Terror in der BRD & die Unfähigkeit von Polizei und Justiz

An dieser Stelle dokumentieren wir unseren Redebeitrag anlässlich der Gedenkkundgebung am 19.08.2020 für die Opfer des rechten Terrors in Hanau.

Rechter Terror in der BRD & die Unfähigkeit von Polizei und Justiz

Hallo wir sind Diskursiv Aachen, danke dass ihr so zahlreich erschienen seid.

Vor sechs Monaten waren wir in Hanau auf der bundesweiten Demonstration im Anschluss an den rassistischen Terroranschlag des 19.2. Auf der Abschlusskundgebung wurde mehrfach betont, dass dieser Anschlag keineswegs aus dem Nichts kam. Dass der Rassismus schon immer Teil des Lebens migrantischer Menschen in Deutschland war und dass auch rechter Terror längst kein neues Phänomen in diesem Land darstellt. Dementsprechend kamen auch jene zu Wort, die ebendies bereits erlebt haben. So beschrieb eine Angehörige des durch den NSU in Kassel ermordeten Halit Yozgat, wie sie seit Jahren vergeblich auf die Aufklärung der terroristischen Morde durch den NSU wartet und das Gegenteil davon erfahren muss. Continue reading

Redebeitrag 19.08.2020: Erinnerung – Gerechtigkeit – Aufklärung – Konsequenzen

An dieser Stelle dokumentieren wir unseren Redebeitrag anlässlich der Gedenkkundgebung am 19.08.2020 für die Opfer des rechten Terrors in Hanau.

Erinnerung – Gerechtigkeit – Aufklärung – Konsequenzen

Heute vor sechs Monaten, am 19. Februar 2020 wurden zehn Menschen Opfer von rechtem Terror. Wir gedenken Ferhat Ünvar, Mercedes Kierpacz, Sedat Gürbüz, Gökhan Gültekin, Hamza Kurtović, Kaloyan Velkov, Vili Viorel Păun, Fatih Saraçoğlu, Said Nesar Hashemi. Sie alle wurden in einem rassistischen, rechtsterroristischen Anschlag auf eine Shisha-Bar und einen Kiosk in Hanau ermordet. Sie alle hinterlassen trauernde Freund*innen und Angehörige, deren Leben nie mehr so sein wird, wie vor dem Anschlag. Auch die Mutter des Täters, Gabriele R., wurde an diesem Tag ermordet. Continue reading

Sechs Monate Hanau: Gedenken der Opfer des rassistischen Terrors

Am 19. Februar 2020 wurden in Hanau neun Menschen auf Grund von rassistischem, rechtem Terror erschossen. Vor fast sechs Monaten wurden Ferhat Unvar, Mercedes Kierpacz, Sedat Gürbüz, Gökhan Gültekin, Hamza Kurtović, Kaloyan Velkov, Vili Viorel Păun, Said Nesar Hashemi, Fatih Saraçoğlu ermordet. Sie alle hinterließen Familie, Kinder und Freund*innen. Der Täter verfasste eine Schrift, in der er seine Tat erklärte. In dieser wird deutlich, dass seine Motive Rassismus, der sich insbesondere bei ihm im Hass gegen Muslim*innen äußerte, Antisemitismus und Verschwörungsideologien waren. Diese Ideen sind Eckpfeiler einer extrem rechten Ideologie. Der Täter von Hanau wird versucht von Polizei und Justiz als eine Art verwirrter Einzeltäter dargestellt zu werden.
Jedoch ist es notwendig diese Tat gesellschaftlich einzubetten und den Rassismus der Mehrheitsgesellschaft zu benennen. Denn besonders durch das Erstarken der AfD und ihre Teilnahme am Bundestag ist die Normalisierung extrem rechten Gedankenguts sichtbar. Darum ist es umso wichtiger rechten Terror als das zu benennen, was er ist. Dieser lässt konkrete Menschengruppen in Angst leben und kostet ihnen sogar das Leben. Dieser Fakt wird gesellschaftlich kaum wahrgenommen und findet höchstens nach einer Tat wie in Hanau einen medialen Aufschrei, der jedoch schnell verebbt. Dann heißt es Business as usual. Es ist nur Initiativen wie der „19. Februar“ zu verdanken, dass die Erinnerung an diese Tat noch besteht.

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Entnazifizierung Jetzt! – Demo am 11. Juli 2020 in Aachen

via AK Antifa Aachen

Extrem rechte Netzwerke in der Aachener Polizei aufdecken!

Am 14. Januar flog eine extrem rechte Terrorzelle auf, die Anschläge auf Politiker*innen, Muslime und Asylsuchende plante. Zu ihr gehörte Thorsten W., ein Verwaltungsmitarbeiter der Polizei in Hamm. Im Zuge der landesweiten Ermittlungen gerieten nicht nur drei Beamte aus Hamm in den Fokus, sondern auch ein „Komplex“ in Aachen.

Erst im März diesen Jahres hatten zwei Beamte aus Aachen, beim Wachdienst vor der Synagoge, „Sieg Heil“-Rufe aus einer Fernsehserie über Funk weitergegeben. Die Auswertung eines Handys ergab, dass in einer polizeiinternen Chatgruppe Hakenkreuze, Hitler-Fotos und dazu passende Kommentare geteilt wurden.
Schon 2014 gab es Berichte über rassistische Strukturen innerhalb der Reihen der Aachener Polizei. Damals wurde bekannt, dass eine Gruppe von Polizeischülern rechtsextreme Inhalte über eine private Chatgruppe verbreitetet und eine Mitschülerin rassistisch gemobbt hatten. Continue reading