Schwarz-Rote Kneipe im Dezember: Der Oury Jalloh – Komplex

Seit 2005 kämpfen wir als Initiative in Gedenken an Oury Jalloh für die Aufklärung der Brand- und Todesursache von Oury Jalloh. Da Polizei, Justiz und Politik unsere Aufklärungsarbeit boykottieren bzw. durch massive Repression gegen die Initiative und gezielte Manipulation der Öffentlichkeit die Wahrheit weiter vertuschen wollen, setzen wir weiter erfolgreich auf Selbstorganisation.
Bereits in den Jahren 2013 und 2015 haben wir der Öffentlichkeit die Gutachten internationaler Experten vorgestellt und konnten anhand von wissenschaftlichen Fakten beweisen, dass Oury Jalloh von Polizisten im Polizeirevier Dessau angezündet wurde. Im Januar 2018 haben wir nun eine Internationale Unabhängige Kommission gegründet, mit welcher wir unsere umfangreiche Aufklärungsarbeit weiter fortsetzen. Aufgrund neuer Erkenntnisse wissen wir nun, dass bereits im Jahr 1997 der Dessauer Hans-Jürgen Rose zu Tode gefoltert wurde. Auch dieser Fall wurde vertuscht. Die Kommission spricht daher vom Oury Jalloh – Komplex und untersucht deshalb alle drei ungeklärten Todesfälle im Polizeirevier Dessau. Continue reading

Gemeinsame Anreise zu den Protesten gegen den Naziaufmarsch in Remagen am 17.11

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Am 17. November wollen sich – zum zehnten Mal in Folge – Nazis aus der gesamten Bundesrepublik in Remagen versammeln, um ihre besonders deutsche Variante der Geschichtsverklärung auf die Straße zu tragen. Das Bündnis „NS-Verherrlichung Stoppen!“ ruft dazu auf, nach Remagen zu kommen und den Faschist*innen einen kreativen und vielfältigen Protest entgegenzusetzen.

Den vollständigen Aufruf der Kampagne NS-Verherrlichung stoppen findet ihr hier

Wir werden aus Aachen gemeinsam zu den Gegenprotesten anreisen. Bitte seid pünktlich!

17.11.2018 | 8:00 Uhr | Eingang Aachen HBF

Schwarz-Rote Kneipe im November: Der Düsseldorfer Wehrhahn-Anschlag

Am 31. Juli 2018 wurde der wegen eines 12-fachen rassistisch motivierten Mordversuchs angeklagte Ralf S. vom Landgericht Düsseldorf freigesprochen, obwohl aus Sicht der Anklage, Nebenklage und diverser Prozessbeobachter_innen alles für seine Täterschaft spricht. Wie konnte es zu diesem Freispruch kommen? Welche Fehler wurden in 18 Jahren Nichtaufklärung gemacht? Und was folgt daraus?
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Schwarz-Rote Kneipe im September: Hambi bleibt

Die Waldbesetzung im Hambacher Forst ist akut Räumungsbedroht und ab Oktober soll wieder gerodet werden. Wir möchten euch zu einer widerständigen Rodungssaison aufrufen und u.A. Aktion Unterholz, Ende Gelände und die Aachener Supportstrukturen vorstellen. Dabei geht es um den gelebten Widerstand im Wald, Aktionen des zivilen Ungehorsams und Antirepressionsarbeit. Es wird im Anschluss Raum für Fragen und Diskussionen geben.
Ansonsten könnt ihr wie immer bei der Schwarz-Roten Kneipe in angenehmer Atmosphäre mit euren Freund_innen quatschen, Drinks schlürfen oder ein wenig Kicker spielen. Kommt vorbei und lasst uns zusammen einen netten Abend verbringen.

19.09. // Tür offen: 18:30 Uhr // Beginn: 19:00 Uhr // AZ Aachen // Eintritt frei

Seebrücke: Redebeitrag auf der Demonstration für Seenotrettung in Aachen am 28.07.2018

Anfang der 30er Jahre des vorigen Jahrhunderts stand die Bevölkerung in Deutschland vor einer Wahl.
Sie konnten wählen zwischen der nationalsozialistischen Ideologie der NSDAP oder sich schützend vor die jüdische Bevölkerung zu stellen.
Sie haben sich für Ersteres entschieden. Durch das Mitmachen oder Wegschauen haben sie den Startschuss für die industrielle Vernichtung von 6 Millionen Juden und Jüdinnen gegeben.
Hätte an dieser Stelle die schweigende Mehrheit sich für den Humanismus und gegen die Barbarei entschieden, hätten die Gräueltaten des NS wahrscheinlich verhindert werden können. Continue reading

Schwarz-Rote Kneipe: Hausbesetzungen – Was ist das?

Der Vortrag der Schwarz Roten Kneipe im Juni wird sich dieses Mal mit Thema Hausbesetzungen auseinandersetzen. Nachdem es in Deutschland seit den 90er Jahren sehr still um das Besetzen von Häusern geworden ist, scheint gerade wieder frischer Wind in die Bewegung zu kommen: #besetzen in Berlin ist da das beste Beispiel. Deshalb wollen wir auch in Aachen das Thema noch einmal zum Gegenstand eines Vortrags und vielleicht auch einer anschließenden Diskussion machen.

Im Laufe des Vortrags werden wir uns gemeinsam die verschiedenen Formen von Besetzungen ansehen und uns diese mit Beispielen näher veranschaulichen. Danach werden wir auch einen Blick über die Grenzen werfen und erfahren, wie in anderen Ländern unter anderen Gesetzgebungen Bewegungen rund um das Besetzen von Gebäuden entstehen und entstanden sind.

Es wird wie immer leckere, vegane Küfa, günstige Drinks und einen coolen Kicker geben. Der Eintritt ist frei. Kommt rum! Wir freuen uns schon auf euch.

20.06.2018 | 18:30 Uhr | Autonomes Zentrum Aachen

Schwarz-Rote Kneipe: Regressiver Antikapitalismus und das antisemitische Ressentiment

Vortrag und Diskussion mit Lothar Galow-Bergemann

Je länger die weltweite ökonomische Krise dauert, desto beliebter sind
einfache Erklärungen. Geht es gegen Banken und „die Finanzmärkte“,
sind sich fast alle einig: Parteipolitiker, Gewerkschaften, Linke,
Rechte, diverse Verschwörungsphantasten und wer sonst alles in
Krisenzeiten das Wort ergreift. Alle miteinander halten sie “die
Gierigen, die den Hals nicht voll genug kriegen” für die Verursacher
der Krise. Auch manch vermeintlich radikaleR KapitalismuskritikerIn
findet sich da in trauter Eintracht mit Finanzminister, Fernseher und
Frau Meier wieder. Wenn es gegen die „Zirkulationssphäre“ geht,
entstehen sonderbar anmutende Schulterschlüsse. Ein ebenso
verbreiteter wie unreflektierter Bauch-Antikapitalismus verwechselt
Gesellschaftskritik mit Wut auf „die da oben“, „Lügenpack“ und
„Lügenpresse“.
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Kundgebung: Gegen die Karlspreisverleihung an Emmanuel Macron [Update: verschoben]

Gegen die Karlspreisverleihung an Emmanuel Macron

Am 10. Mai ist es mal wieder so weit: In Aachen wird der Karlspreis verliehen. Und dieses Jahr wird der französische Staatspräsident Emmanuel Macron höchstpersönlich geladen, um die Auszeichnung für seine Verdienste für ein geeintes Europa entgegenzunehmen.
Diese augenscheinliche Farce sollte nicht stillschweigend hingenommen werden. Denn Emmanuel Macrons neoliberale Politik, sowie die seiner gesamten Partei „En Marche“, befördert viel mehr die Spaltung der Menschen. Es handelt sich um eine Politik, die den Reichsten in die Hände spielt und dabei vor allem diejenigen mit den Füßen tritt, die am anderen Ende stehen wie Arbeits- und Obdachlose, Sans-Papiers (Menschen ohne Papiere) oder die immer mehr werdenden prekär Beschäftigten in Frankreich.
Mit der Fortführung des Loi-Travail zeigt sich Macron als eine Person, die es nicht auszuzeichnen gilt, sondern der mit Widerstand begegnet werden sollte. So wie es bereits 2016 geschah, als die Arbeitsmarktreform die Menschen in Massen auf die Straßen zog, welche dort mit wilden Demos, Blockaden und brennenden Autos mehr als deutlich machten, was sie von einer derartigen Neoliberalisierung hielten.
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