Kundgebung: Tag gegen Gewalt an Frauen*

Auch wir rufen dazu auf, sich an der Kundgebung anlässlich des Tag der Gewalt an Frauen* des Aachener Bündnisses für ein Ende der Gewalt zu beteiligen:

Richtigerweise wird seit Beginn der Pandemie dazu aufgerufen zu Hause zu bleiben und Kontakte auf ein Minimum zu beschränkten. Doch nicht für alle Menschen sind die eigenen vier Wände ein sicherer Ort. Schon vor der Krise war das eigene Zuhause für Frauen der gefährlichste Ort.
Erlebte Gewalt stellt laut WHO das größte Gesundheitsrisiko für Frauen dar. Gewalt in Paarbeziehungen oder im familiären Kontext ist die häufigste Ursache für Verletzungen. Jede vierte Frau in Deutschland war schon betroffen. Die Spitze der alltäglich erlebten patriarchalen Gewalt sind Femizide. Im Jahr 2019 wurden 163 Frauen von ihrem (Ex-)Partner ermordet. Bis August diesen Jahres wurden 125 Frauen umgebracht.
Bereits zu Beginn der Pandemie warnten Frauenhäuser und Beratungsstellen vor einem massiven Anstieg von Gewalt gegen Frauen, diese Warnung hat sich bestätigt.
Die meisten Gewalttaten gegen Frauen finden in privaten Räumen statt und werden häufig als privates Problem gesehen.
Die direkte Form der Gewalt gegen Frauen muss allerdings eingebettet in patriarchale Strukturen gesehen werden. Diese existieren auch außerhalb der Krisenhaftigkeit der Pandemie und werden nur durch sie weiter verschärft. Sie führen nach wie vor zu einer strukturellen Abwertung von Frauen und Weiblichkeit. Darum verdienen Frauen immer noch weniger, sie sind nach wie vor für die unbezahlte häusliche Arbeit zuständig und sind öfter von Armut betroffen. So entstehen Abhängigkeitsverhältnisse und Herrschaftsstrukturen in der Gesellschaft. Da sich diese strukturelle Gewalt innerhalb unserer Gesellschaft verfestigt hat, ist sie für die meisten Menschen zur Norm geworden und wird nicht als gewaltvoll erkannt.
Darum fordern wir weiterhin ein Ende der Gewalt gegen Frauen auf allen Ebenen und nicht nur die Rückkehr zur Normalität.

Bringt eine Maske mit und haltet Abstand!
Ort: Elisenbrunnen Aachen
Datum: 25. November
Zeit: 18:00 Uhr

14.11.2020: Den Nazimaufmarsch in Remagen verhindern!

Den Naziaufmarsch in Remagen verhindern!
Antifaschismus heißt, rechte Netzwerke aufzubrechen – in Polizei, Justiz und überall

Auch in diesem Jahr, am 14. November 2020, werden die Nazis versuchen, in Remagen aufzumarschieren. Bei ihrer geschichtsrevisionistischen Relativierung der NS-Verbrechen und ihrem nationalsozialistischen Heldengedenken werden sie auch in diesem Jahr nicht ungestört bleiben. Wenn Nazis versuchen, die Verbrechen ihrer geistigen Vorfahren zu glorifizieren und auf ihrem Aufmarsch rechte und terroristische Netzwerke knüpfen, liegt es an uns, ihnen einen Strich durch die Rechnung zu machen.

In den letzten Monaten flogen immer mehr rechte bis faschistische Strukturen in staatlichen Behörden – insbesonder in der Polizei – auf. Auch „Racial Profiling“, also Rassismus als Ermittlungsgrundlage, ist offensichtlich geworden. „Racial Profiling“ ist so alt wie moderne Polizeiarbeit und unterstützte schon die NS-Vernichtungspolitik. Die Beteiligung der Polizei am NS wurde nie angemessen aufgeklärt, sondern vielmehr vertuscht und verdrängt. Genauso wird auch heute noch agiert, wenn politisch Verantwortliche weiter die tieferen Ursachen für Nazis und Rassismus in der Polizei verschleiern. Die Folge davon ist, dass Betroffene weiter in Angst leben müssen und beteiligte Täter*innen straffrei bleiben. Continue reading

Schwarz-Rote Kneipe: Kritik des Antisemitismus – Eine Einführung

18.11.2020 | 19.00 | Online (https://katho.webex.com/meet/AKPolitik)

Wir möchten euch zu unserer zweiten online Schwarz-Roten Kneipe einladen. Dieses Mal werden wir zum Thema Antisemitismus referieren.
Antisemitismus ist immer noch wirkmächtig. Der Vernichtungsantisemitismus hat Millionen Menschen während des NS das Leben gekostet. Sie wurden unter Führung der deutschen Mordmaschinerie vergast, erschlagen, erschossen und noch vieles mehr. Doch auch in der BRD ist der Antisemitismus nicht verschwunden, er ist zwar nicht mehr Staatsräson, aber auch nicht auf einen kleinen Haufen „Ewiggestriger“ beschränkt. Heute wird der Antisemit gerne im „Anderen“ gesehen, muslimische Flüchtlinge würden ihn angeblich „wieder“ ins Land bringen.
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Schwarz-Rote-Kneipe: Vortrag über die Machno-Bewegung

 

Heute ist es soweit, wir starten unsere Schwarz Rote Kneipe wieder – diesmal online: https://katho.webex.com/join/AKPolitik
Schnappt euch ein leckeres Getränk und genießt den Vortrag!
Für diesen Vortrag verwenden wir Cisco Webex Meetings mit freundlicher Unterstützung des AK Politik der KatHO Aachen. Wenn Ihr auf den obigen Link klickt, werdet Ihr aufgefordert einen Namen und eine E-Mail Addresse anzugeben.
Hier könnt Ihr beliebige Dinge eintragen (die E-Mail Adresse wird nicht
verifiziert). Solltet Ihr bereits anderweitig Webex unter Eurem Klarnamen nutzen, könnt Ihr in eurem Browser ein Fenster im Inkognito/Privaten Modus öffnen, dann solltet auch Ihr einen individuellen Namen für diese Veranstaltung festlegen können.

Zwischen 1917 und 1922 vollzog sich in der Ukraine eine Revolution, die heutzutage weitestgehend in Vergessenheit geraten ist. Während zeitgleich die Bolschewiki nach der Revolution in Russland einen sozialistischen Staat aufbauten, setzte man in Teilen der Ukraine auf einen libertären Sozialismus, der u.a. nach den anarcho-kommunistischen Ideen Peter Kropotkins umgesetzt wurde. Continue reading

Verschwörungsideologische Veranstaltung im Eurogress

UPDATE: Aufgrund von Corona, wurde die Veranstaltung mittlerweile auf den 15. November 2021 verlegt.

Dieser Artikel erschien in der zweiten Ausgabe der Zeitung ‚Tacheles‘.

Am 9. November soll im Eurogress eine Veranstaltung mit Daniele Ganser stattfinden.

Ganser ist Teil der verschwörungsideologischen Gegenöffentlichkeit. Auf KenFM, Rubikon, den Nachdenkseiten, RT Deutsch, Sputnik und Compact, welche verschwörungsideologische bzw. rechtsextreme Plattformen sind, verbreitet Ganser seine Theorien.

Er schürt bei seiner Arbeit gezielt Verschwörungstheorien. Methodisch arbeitet er hierbei viel mit manipulativen Suggestivfragen. Er „reisst Zitate und Bildquellen aus dem Zusammenhang und verschweigt alles, was nicht in sein Argument passt“[1] Continue reading

Der Alltägliche Wahnsinn – Eine weitere linke Position zu Corona 

Dieser Artikel erschien in der zweiten Ausgabe der Zeitung ‚Tacheles‘.

Der Alltägliche Wahnsinn

Eine weitere linke Position zu Corona 

Wir als Diskursiv Aachen hatten im April einen Beitrag zum Umgang mit der Coronakrise veröffentlicht. Dort wurden schon wichtige Punkte zur Entstehung von Viren und zum generellen Umgang der Staaten mit Covid-19 analysiert.[i] Hier wollen wir nochmal kurz reflektieren, ob einzelne Einschätzungen richtig waren bzw. wollen auch neue Entwicklungen in die Analyse einbauen. Continue reading

#EVACUATENOW

via Seebrücke Aachen

Kundgebung  | #EVACUATENOW | 9.9. | 19 Uhr | Elisenbrunnen

Seit letzter Nacht brennt das Lager Moria! Dreizehntausend Menschen leben auf Lesbos gerade auf der Straße, weil das Camp fast vollständig zerstört ist. Die Lage in den Camps auf den griechischen Inseln ist seit Jahren katastrophal – jetzt kommt es zu einer extremen Notsituation für alle Menschen, nachdem letzte Woche bereits die ersten Corona Fälle bestätigt wurden.
Der Brand in Moria zeigt das Versagen der europäischen und deutschen Politik. Über 170 Städte und Kommunen sind aufnahmebereit!

Evakuiert die Lager, denn Wir haben Platz!

Quelle: Foto: dpa/Panagiotis Balaskas

Vortrag: Einführung in den materialistischen Feminismus

Einführung in den materialistischen Feminismus

Donnerstag | 10. September| 20:00 Uhr | Radio Nordpol

In den letzten Jahrzehnten findet immer mehr eine popkuturelle Ausrichtung feministischer Theorie und Praxis statt. Man könnte fast meinen es würde reichen ein T-Shirt mit dem Slogan Feminist zu tragen oder die richtige Schreibweise zu finden, um dem Patriarchat den Gar aus zu machen. Zeitgleich kann man beobachten, dass die Anzahl an Femiziden weltweit steigt, sich zunehmend Staaten explizit antifeministisch formieren und auch hierzulande ein diskursiver Backlash stattfindet und bereits gefochtene Kämpfe wieder in Frage gestellt werden. Beyonces Slogan „Who run the World? Girls“ wirkt auf uns wie ein schlechter Witz. Eine Antwort darauf, warum sich trotz aller feministischer Kämpfe patriarchale Verhältnisse weiter durchsetzen, kann das bei weitem nicht bieten. Continue reading

Redebeitrag 19.08.2020:  Rechter Terror in der BRD & die Unfähigkeit von Polizei und Justiz

An dieser Stelle dokumentieren wir unseren Redebeitrag anlässlich der Gedenkkundgebung am 19.08.2020 für die Opfer des rechten Terrors in Hanau.

Rechter Terror in der BRD & die Unfähigkeit von Polizei und Justiz

Hallo wir sind Diskursiv Aachen, danke dass ihr so zahlreich erschienen seid.

Vor sechs Monaten waren wir in Hanau auf der bundesweiten Demonstration im Anschluss an den rassistischen Terroranschlag des 19.2. Auf der Abschlusskundgebung wurde mehrfach betont, dass dieser Anschlag keineswegs aus dem Nichts kam. Dass der Rassismus schon immer Teil des Lebens migrantischer Menschen in Deutschland war und dass auch rechter Terror längst kein neues Phänomen in diesem Land darstellt. Dementsprechend kamen auch jene zu Wort, die ebendies bereits erlebt haben. So beschrieb eine Angehörige des durch den NSU in Kassel ermordeten Halit Yozgat, wie sie seit Jahren vergeblich auf die Aufklärung der terroristischen Morde durch den NSU wartet und das Gegenteil davon erfahren muss. Continue reading