Solidarität mit allen nach § 219a StGB angeklagten Ärzt*innen

Solidarität mit allen nach § 219a StGB angeklagten Ärzt*innen

Der § 219a verhindert, dass Ärztinnen und Ärzte in Deutschland über Schwangerschaftsabbrüche informieren dürfen. Immer wieder werden Ärztinnen und Ärzte für das vermeintliche „Werben“ bzw. de facto die Weitergabe von Informationen zu Schwangerschaftsabbrüchen rechtlich belangt. Wir solidarisieren uns mit Kristina Hänel, Bettina Gaber, Nora Szász und allen anderen nach § 219a StGB angeklagten Ärzt*innen.

In diesem Zusammenhang veröffentlichen wir hier die Informationsblätter, deren Weitergabe Kristina Hänel verboten wurde (dabei handelt es sich nicht um selbst Zusammengetragenes oder eigen erstellte Dokumente bzw. Lai*innen-Informationen, sondern um Expert*innen-Informationen). Unten findet ihr die Infomationsblätter auf Englisch, Deutsch und Türkisch, die ursprünglich auf der Homepage von Kristina Hänel (Ärtzin für Allgemeinmedizin – Gießen) zur Verfügung standen.

Wir rufen alle dazu auf, diese Dokumente auf eigenen zur Verfügung stehenden Websites zu verbreiten!

Mehr Informationen: Solidarität für Kristina Hänel

Zusätzlich haben wir einen Flyer mit Informationen zu Schwangerschaftsabbrüchen in Aachen erstellt. Diesen findet ihr hier.

 

Kundgebung: #ZeroCovid

Kundgebung: #ZeroCovid
Ort: Elisenbrunnen Aachen
Datum: 28. Januar
Zeit: 18:00 Uhr

Bringt eine Maske mit und haltet Abstand!

Seit fast 3 Monaten leben wir nun mit den Einschränkungen. Während das Privatleben immer stärker reguliert wurde, wird das Kapital und die Arbeitswelt geschont. Große Unternehmen werden gerettet, kleine hängen gelassen. Man darf nur noch mit einer anderen Person spazieren gehen, aber im Bus zur Arbeit steht man nach wie vor dicht gedrängt. Darüber hinaus stehen immer wieder Unternehmen in der Kritik weil sie nicht genügend Maßnahmen zum Infektionsschutz gewähren. Die meisten Betriebe fallen aber auch schon im kapitalistischen Alltag negativ auf. Denn auch dann sind Menschen nur austauschbare Arbeitskräfte und Konsument*innen. Continue reading

Schwarz Rote Kneipe: Kritik der bürgerlichen Familie

Mittwoch – 20.1. – 19 Uhr – Zoom (zoom.us/j/5701228202)

Im Rahmen der SRK im Januar, möchten wir uns in einem Vortrag via Zoom kritisch mit der bürgerlichen Familie beschäftigen. Dazu werden wir uns mit der historischen Herkunft der modernen Familie und deren Einbindung in Patriarchat und Kapitalismus und im Verlauf des Vortrags auch mit der Relevanz von Familie für den Faschismus beschäftigen. Auch werden wir untersuchen, wie die – gemeinhin als Neoliberalismus bezeichnete – derzeitige Entgrenzung des Kapitalismus seit Ende des letzten Jahrhunderts, sich auf die Familie auswirkt.

Der Vortrag findet am 20.01 um 19:00 auf Zoom statt.

[ABGESAGT] Schwarz Rote Kneipe: Kritik der bürgerlichen Familie

Leider muss der Vortrag vorläufig entfallen 🙁

 

Im Rahmen der SRK im Dezember, kurz vor Weihnachten möchten wir uns in einem Vortrag via Zoom/WebEx kritisch mit der bürgerlichen Familie beschäftigen. Dazu werden wir uns mit der historischen Herkunft der modernen Familie und deren Einbindung in Patriarchat und Kapitalismus und im Verlauf des Vortrags auch mit der Relevanz von Familie für den Faschismus beschäftigen. Auch werden wir untersuchen, wie die – gemeinhin als Neoliberalismus bezeichnete – derzeitige Entgrenzung des Kapitalismus seit Ende des letzten Jahrhunderts, sich auf die Familie auswirkt.

Der Vortrag findet am 16.12 um 19:00 auf WebEx/Zoom statt. Die Zugangsdaten werden vorher veröffentlicht!

Redebeitrag 25.11.2020: Frauen und die extreme Rechte – zwischen Unterdrückung, Angst und Täterinnenschaft

Redebeitrag anlässlich der Kundgebung am internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen* des Aachener Frauenkampftagsbündnisses.

Frauen und die extreme Rechte: zwischen Unterdrückung, Angst und Täterinnenschaft

Nachdem wir uns letztes Jahr mit dem Thema „Incels“ beschäftigt haben, wollen wir dieses Jahr auf Frauen in der extremen Rechten zu sprechen kommen. Nun ist es in diesem Zusammenhang unerlässlich mit gängigen Vorurteilen aufzuräumen, welche auch in der feministischen Bewegung leider oft reproduziert wurden.

Wenn von extremen Rechten, von Nazis, von Faschisten gesprochen wird, sind die Bilder meist auf kämpfende Männer beschränkt. Frauen in der Szene werden als austauschbare Anhängsel, Mitläuferinnen oder eben Opfer der starken Männer gesehen. So wurde im NSU-Prozess oft über Zschäpes Outfit berichtet und irgendwie war der NSU mit den beiden Uwes gestorben, während die Angeklagte eher Zeugin sein sollte, nach dem Motto, wie viel konnte sie gewusst haben. Extrem rechte Frauen werden also mehr als passive Objekte gesehen, als dass sie selbst handelnde Subjekte seien. Doch aktuelle Faschistinnen stellen sich in den Sozialen Netzwerken als völkische Influencerinnen zur Verfügung und treten selbstbewusst auf Demos und Aktionen auf. Auch historisch gesehen spielten Frauen keine rein passive Rolle. Ob als Erzieherin, Missionarin und Großgrundbesitzerin im kolonialen Kontext oder als KZ Wärterin und als oberste Propagandistin in Form von Leni Riefenstahl im Nationalsozialismus. Die Rollen von Frauen in der extremen Rechten sind vielfältig und keinesfalls auf Passivität beschränkt. Continue reading

Kundgebung: Tag gegen Gewalt an Frauen*

Auch wir rufen dazu auf, sich an der Kundgebung anlässlich des Tag der Gewalt an Frauen* des Aachener Bündnisses für ein Ende der Gewalt zu beteiligen:

Richtigerweise wird seit Beginn der Pandemie dazu aufgerufen zu Hause zu bleiben und Kontakte auf ein Minimum zu beschränkten. Doch nicht für alle Menschen sind die eigenen vier Wände ein sicherer Ort. Schon vor der Krise war das eigene Zuhause für Frauen der gefährlichste Ort.
Erlebte Gewalt stellt laut WHO das größte Gesundheitsrisiko für Frauen dar. Gewalt in Paarbeziehungen oder im familiären Kontext ist die häufigste Ursache für Verletzungen. Jede vierte Frau in Deutschland war schon betroffen. Die Spitze der alltäglich erlebten patriarchalen Gewalt sind Femizide. Im Jahr 2019 wurden 163 Frauen von ihrem (Ex-)Partner ermordet. Bis August diesen Jahres wurden 125 Frauen umgebracht.
Bereits zu Beginn der Pandemie warnten Frauenhäuser und Beratungsstellen vor einem massiven Anstieg von Gewalt gegen Frauen, diese Warnung hat sich bestätigt.
Die meisten Gewalttaten gegen Frauen finden in privaten Räumen statt und werden häufig als privates Problem gesehen.
Die direkte Form der Gewalt gegen Frauen muss allerdings eingebettet in patriarchale Strukturen gesehen werden. Diese existieren auch außerhalb der Krisenhaftigkeit der Pandemie und werden nur durch sie weiter verschärft. Sie führen nach wie vor zu einer strukturellen Abwertung von Frauen und Weiblichkeit. Darum verdienen Frauen immer noch weniger, sie sind nach wie vor für die unbezahlte häusliche Arbeit zuständig und sind öfter von Armut betroffen. So entstehen Abhängigkeitsverhältnisse und Herrschaftsstrukturen in der Gesellschaft. Da sich diese strukturelle Gewalt innerhalb unserer Gesellschaft verfestigt hat, ist sie für die meisten Menschen zur Norm geworden und wird nicht als gewaltvoll erkannt.
Darum fordern wir weiterhin ein Ende der Gewalt gegen Frauen auf allen Ebenen und nicht nur die Rückkehr zur Normalität.

Bringt eine Maske mit und haltet Abstand!
Ort: Elisenbrunnen Aachen
Datum: 25. November
Zeit: 18:00 Uhr

14.11.2020: Den Nazimaufmarsch in Remagen verhindern!

Den Naziaufmarsch in Remagen verhindern!
Antifaschismus heißt, rechte Netzwerke aufzubrechen – in Polizei, Justiz und überall

Auch in diesem Jahr, am 14. November 2020, werden die Nazis versuchen, in Remagen aufzumarschieren. Bei ihrer geschichtsrevisionistischen Relativierung der NS-Verbrechen und ihrem nationalsozialistischen Heldengedenken werden sie auch in diesem Jahr nicht ungestört bleiben. Wenn Nazis versuchen, die Verbrechen ihrer geistigen Vorfahren zu glorifizieren und auf ihrem Aufmarsch rechte und terroristische Netzwerke knüpfen, liegt es an uns, ihnen einen Strich durch die Rechnung zu machen.

In den letzten Monaten flogen immer mehr rechte bis faschistische Strukturen in staatlichen Behörden – insbesonder in der Polizei – auf. Auch „Racial Profiling“, also Rassismus als Ermittlungsgrundlage, ist offensichtlich geworden. „Racial Profiling“ ist so alt wie moderne Polizeiarbeit und unterstützte schon die NS-Vernichtungspolitik. Die Beteiligung der Polizei am NS wurde nie angemessen aufgeklärt, sondern vielmehr vertuscht und verdrängt. Genauso wird auch heute noch agiert, wenn politisch Verantwortliche weiter die tieferen Ursachen für Nazis und Rassismus in der Polizei verschleiern. Die Folge davon ist, dass Betroffene weiter in Angst leben müssen und beteiligte Täter*innen straffrei bleiben. Continue reading

Schwarz-Rote Kneipe: Kritik des Antisemitismus – Eine Einführung

18.11.2020 | 19.00 | Online (https://katho.webex.com/meet/AKPolitik)

Wir möchten euch zu unserer zweiten online Schwarz-Roten Kneipe einladen. Dieses Mal werden wir zum Thema Antisemitismus referieren.
Antisemitismus ist immer noch wirkmächtig. Der Vernichtungsantisemitismus hat Millionen Menschen während des NS das Leben gekostet. Sie wurden unter Führung der deutschen Mordmaschinerie vergast, erschlagen, erschossen und noch vieles mehr. Doch auch in der BRD ist der Antisemitismus nicht verschwunden, er ist zwar nicht mehr Staatsräson, aber auch nicht auf einen kleinen Haufen „Ewiggestriger“ beschränkt. Heute wird der Antisemit gerne im „Anderen“ gesehen, muslimische Flüchtlinge würden ihn angeblich „wieder“ ins Land bringen.
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