Schwarz-Rote Kneipe: Die Ideologie der Identitären Bewegung: Ethnopluralismus, Antisemitismus, Antiuniversalismus

Die medial stark thematisierte „Identitäre Bewegung“ gilt als aktivistischer Arm der „Neuen Rechten“ in Europa. Ideologisch grenzen sie sich vom Nationalsozialismus und dessen Rassentheorie ab und beziehen sich stattdessen auf das geopolitische Prinzip des Ethnopluralismus. Stark vereinfacht bezeichnet Ethnopluralismus eine Weltanschauung, die auf Basis biologischer und kultureller Merkmale Menschengruppen in geographisch abgesteckte Räume einteilt. Entgegen der Selbstinszenierung als „0% rassistisch“ soll im Vortrag rekonstruiert werden, dass Ethnopluralismus schon bei seinen Vordenkern der 1920er Jahre und seinen jüngeren Ideologen von Rassismus, Antisemitismus und der Ablehnung universeller Werte wie Menschenrechten und Demokratie durchzogen ist. Dass sich auch die „Identitären“ in ihren politischen Forderungen nicht von diesen Merkmalen freisprechen können, soll aus der Perspektie der politschen Theorie entschlüsselt werden und der Ethnopluralismus als antidemokratische Gemeinschaftsideologie entlarvt werden.

Neben Vortrag und Diskussion gibt es vegane und leckere Küfa, günstige Drinks und Kicker für lau. Kommt vorbei und verbringt einen schönen Abend mit uns.

18.09.2019 // 18:30 Uhr Türen offen // 19:15 Uhr Vortragsbeginn // AZ Aachen

Schwarz-Rote Kneipe: Francisco Ferrer und seine ”Moderne Schule“

Dieses Mal, ist das Thema unser Schwarz-Roten Kneipe das Schulmodell der „Modernen Schule“ von dem Anarchisten Francisco Ferrer.
Er gründete 1901 die erste Schule in Barcelona nach der pädagogischen Vorstellung einer rationalen Erziehung. Diese Richtung der Pädagogik fußt unter anderem auf der Theorie von Rousseau oder Tolstoi und hat sich innerhalb der Arbeiter_innenbewegung verbreitet.
Ziel war es, den Kindern die Möglichkeit zu bieten, ohne kirchlichen und staatlichen Einfluss sich zu selbstbestimmten und gemeinschaftlich denkenden Menschen zu entwickeln. Dazu sah das Modell u.a. vor, dass Kinder aus verschiedenen Gesellschaftsschichten und verschiedener Geschlechter gemeinschaftlich lernen. Für Ferrer war diese Erziehungsmethodik die zielführendste Strategie, die ökonomische und intellektuelle Befreiung der Arbeiter_innenklasse zu erreichen. Das Schulmodell hat sich durch die aufstrebende anarcho-syndikalistische Bewegung erstaunlich schnell international verbreitet. Bis zur Hälfte des 20. Jahrhunderts existierten „Moderne Schulen“ in Amerika, Südamerika, Europa und in Teilen Asiens. Der Vortrag wird sich mit dem Konzept der Pädagogik, dem historischen Hintergrund und der Verbreitung des Schulmodells beschäftigen.
Neben Vortrag und Diskussion wird es wie immer leckere, vegane Küfa, günstige Drinks und Kicker für Lau geben. Kommt vorbei! Wir freuen uns auf euch!
17.07.2019 // AZ Aachen // 18:30 Uhr

Schwarz Rote Kneipe: Der Staat als Feminist?

Der Staat als Feminist?! – Kritik des staatlichen Feminismus

Kita Ausbau, „familienfreundliche“ Unternehmen, Gleichstellungsbeauftragte, Eltern- und Betreuungsgeld sind in aller Munde und werden sowohl in Parlamenten als auch am Küchentisch diskutiert. Es entsteht der Eindruck, dass der Staat der neue Verbündete im Kampf um eine Gleichstellung der Geschlechter geworden ist. Trotz aller „Bemühungen“ staatlicherseits ist weder eine formelle noch eine reale Gleichstellung in Sicht. Das ist kein Zufall. Bei genauerer Betrachtung wird deutlich, dass mit den umgesetzten Strukturen und Gesetzen ganz andere Ziele als die Befreiung der Frau angestrebt werden. Continue reading

Schwarz-Rote Kneipe: Feminist Wars

Feminist Wars. Vielfalt und Widersprüche einer Massenbewegung

Seit mittlerweile 100 Jahren wird jährlich zum Weltfrauen*kampftag aufgerufen. Damals wurden feministische Kämpfe radikal geführt, die rechtliche Gleichstellung wurde so in großen Teilen erkämpft. Die historische Notwendigkeit der Kämpfe und deren Geschichte soll in diesem Vortrag anhand von einigen Beispielen beleuchtet werden.

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